Am 26. Januar begann die Europa-Tour eines ganz besonderen Flugzeugs: Die EA-37B Compass Call ist auf die elektronische Kriegsführung spezialisiert und ist in diesem Bereich das neueste Muster der US Air Force. Um die eigenen Soldaten, aber auch Vertreter der NATO-Verbündeten mit der Spezialmaschine vertraut zu machen, schickte die USAF ein Exemplar über den Atlantik. Der Jet kam von der 55th Electronic Combat Group, die auf der Davis-Monthan Air Force Base bei Tucson in Arizona stationiert ist. Der erste Stopp war auf der Ramstein Air Base in Deutschland.
Dort nahmen unter anderem auch Delegationen der norwegischen und türkischen Luftstreitkräfte an Führungen teil, um sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten des neuen elektronischen Kämpfers zu informieren. Die Aufgaben des neuen Musters liegt in der Störung oder gar Verhinderung gegnerischer Kommunikation und Informationsgewinnung. Laut USAF verfügt die EA-37B auch über eine nicht näher ausgeführte "elektromagnetische Angriffsfähigkeit".

Die EA-37B ersetzt in der Compass-Call-ARolle die EC-130H Hercules.
Ersatz für Spezial-Hercules
Die EA-37B ersetzt die bisher in dieser Rolle verwendete Lockheed EC-130H Compass Call, die sich seit rund 50 Jahren in Dienst befindet. Insgesamt plant das Pentagon die Beschaffung von zehn Einheiten. Der erste auf der Basis der Gulfstream G550 entstandene Jet mit der Kennung 19-5591 landete am 23. August 2024 auf seiner Basis. Die Umrüstung der Business-Jets erfolgt bei L3Harris, die Missionsausrüstung stammt von BAE Systems. Die USAF klassifiziert die EA-37B als "luftgestütztes, elektromagnetisches Angriffswaffensystem". Daher änderte sie die Bezeichnung Ende 2023 von EC-37B in EA-37B (für "Electronic Attack" wie bei der EA-18G Growler). Auch Italien will das Flugzeug beschaffen.
Weiterer Stopp in Deutschland
In Anschluss an den Besuch in Ramstein stand auch ein Abstecher nach Spangdahlem auf dem Programm. Dort sind die F-16-Kampfjets des 52nd Fighter Wings der USAF stationiert. Auch der Stützpunkt im britischen RAF Mildenhall war vorgesehen.





