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Fünf Boeing P-8A  Poseidon werden für die Deutsche Marine beschafft. Boeing,

Deutschland unterschreibt Boeing P-8A-Bestellung für Marine

Neuer Boeing-Seefernaufklärer für die Marine P-8A-Bestellung unterschrieben

Das deutsche Verteidigungsministerium hat heute im Rahmen des Foreign Military Sales-Prozesses des Pentagon einen Auftrag für fünf Boeing P-8A Poseidon unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung einen sogenannten "Letter of offer and acceptance"wird Deutschland der achte Kunde des multimissionsfähigen Seeüberwachungsflugzeugs P-8A Poseidon, nach den USA, Australien, Indien, Großbritannien, Norwegen, Korea und Neuseeland. Die USA beginnen nun ihr sogenanntes "Foreign Military Sales"-Verfahren. Einer der nächsten Schritte ist, den eigentlichen Vertrag, mit einem Volumen von circa 1,1 Milliarden Euro, zu zeichnen.

Der Vertrag umfast neben den fünf Flugzeugen auch Zusatzleistungen, darunter Ausstattung für Kommunikation und für unterschiedliche Arten von Missionen, einen Erstbedarf an Ersatzteilen, Prüfgeräte und Sonderwerkzeuge.

"Wir werden weiterhin mit der US-Regierung, der deutschen Regierung und der Industrie zusammenarbeiten, um ein robustes Instandhaltungspaket zu erstellen, das die Einsatzbereitschaft der P-8A-Flotte der deutschen Marine sicherstellt," sagte Michael Hostetter, Boeing Defense, Space & Security Vice President in Deutschland.

Zu den deutschen Unternehmen, die bereits Teile für die P-8A liefern, gehören die Aljo Aluminum-Bau Jonischeit GmbH und die Nord-Micro GmbH. Kürzlich unterzeichnete Boeing Vereinbarungen mit der ESG Elektroniksystem-und Logistik-GmbH und Lufthansa Technik über die Zusammenarbeit bei Systemintegration, Training, Support und Wartungsarbeiten. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferern wird Boeing Support-, Schulungs- und Wartungslösungen anbieten.

Bisher wurden 130 Poseidon geliefert, die über 300.000 Flugstunden erreciht haben.

Diese sogenannten Maritime Patrol Aircraft zu beschaffen, war aus Sicht der Marine zwingend erforderlich, um die Fähigkeit zur Langstrecken-Aufklärung über See und weiträumigen U-Boot-Abwehr aus der Luft zu behalten.

Eine Lücke zwischen 2025 und 2035 (mögliche Entwicklung eines europäischen Musters auf Airbus-Basis) war entstanden, weil die Bundeswehr die Modernisierung des bisherigen Seefernaufklärers der Marine, der P-3C Orion, im Juni 2020 beendet hatte. Nach einer Sichtung am Markt verfügbarer Militärflugzeuge dieses Typs beurteilte die Bundeswehr die P-8A Poseidon als leistungsfähige Lösung.