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Airbus A400M der Luftwaffe als Tanker nach Jordanien Luftwaffe
Airbus A400M der Luftwaffe als Tanker nach Jordanien
Airbus A400M der Luftwaffe als Tanker nach Jordanien
Airbus A400M der Luftwaffe als Tanker nach Jordanien 4 Bilder

Wachablösung bei Operation Counter Daesh

A400M übernimmt Luftbetankungsaufgaben von A310

Als erster Nutzer bringt die Luftwaffe den Airbus A400M als Tanker in den Einsatz. Nach erfolgreichem Testbetrieb bei der Operation Counter Daesh über Syrien übernimmt der A400M die dortige Tanker-Aufgabe nun auch offiziell. Die bisher eingesetzte A310 MRTT ist nach Hause zurückgekehrt.

Die Wachablösung ist bereits vollzogen: Nach fast vier Jahren Einsatzdauer, 24267 abgegebenen Tonnen Kerosin, 1141 geflogenen Missionen und 5371 Flugstunden ist für den Airbus A310 MRTT der Luftwaffe die Mission „Counter Daesh“ beendet. Am Montagnachmittag landete das Flugzeug auf dem Kölner Flughafen und wurde dort von der Feuerwehr mit einer zünftigen Wasserdusche willkommen geheißen. Künftig übernimmt der A400M in der Betankungsversion AAR (Air-to-Air-refueling) die Luftbetankungsaufgaben. Der Einsatzfreigabe war im Juli eine 14-tägige Testphase vorausgegangen, während der ein A400M des LTG 62 bei zwölf Flügen deutsche Tornados und französische Rafales mit 125 Tonnen Treibstoff versorgt hat. Seit Anfang September ist nun ein A400M dauerhaft als Tanker im jordanischen Al-Asrak stationiert. 21 Soldatinnen und Soldaten des Lufttransportgeschwaders 62 aus Wunstorf sind für den Tanker-Einsatz im Rahmen der Auslandsmission Counter Daesh zuständig, die sich gegen den Islamischen Staat (IS) richtet.

Luftwaffe (Twitter)
Der bislang als Tanker für Counter Daesh in Jordanien stationierte Airbus A310 MRTT der Luftwaffe kam am Montag nach Köln zurück.

Jeder A400M kann zum Tanker werden

Als Tankflugzeug kann der Airbus A400M gleichzeitig zwei Flugzeuge betanken. Insgesamt können rund 40 Tonnen Kerosin abgegeben und bis zu zehn Flugzeuge in einer Stunde betankt werden. Die Crews aus Wunstorf verfügen mittlerweile bei diesem Verfahren über die notwendige Routine, um die Betankung unter Einsatzbedingungen durchzuführen.

Seit Ende Mai 2018 ist der A400M der deutschen Luftwaffe für die Luftbetankung freigegeben. Anders als bei normalen Transportflügen hat der A400M an seinen Flügeln zwei Behälter montiert, sogenannte AAR-Pods (air-to-air-refueling). Sie sind das Herzstück eines A400M-Tankers und an jeden normalen A400M montierbar.

Tanks mit autarker Stromversorgung

Die Pods beinhalten den Luftbetankungsschlauch und eine selbständige Stromversorgung. Diese ist unter anderem erforderlich, um einen ausreichenden Treibstoffdruck während des Betankens zu erzeugen. Angetrieben wird der Stromgenerator von einem kleinen Propeller, der an der Spitze montiert ist und sich im Flug mitdreht.

Das LTG 62 betreibt aktuell 31 A400M, die von 52 Besatzungen geflogen werden.

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