Russische U-Boot-Jäger vor Alaska: USA schicken 12 Kampfflugzeuge für zwei Tu-142

Russische U-Boot-Jäger vor Alaska
USA schicken zwölf Kampfflugzeuge für zwei Tu-142

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.03.2026
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Tupolew Tu-142, Russland, Alaska, F-35
Foto: NORAD

Gleich zwölf Militärflugzeuge des North American Aerospace Defense Command (NORAD) fingen vergangene Woche zwei russische Tupolew Tu-142 ab. Die Seefernaufklärer und U-Boot-Jäger waren vor Alaska unterwegs.

Dort trafen sie auf zwei F-35A Lightning II sowie zwei F-22 Raptor der US Air Force, vier KC-135-Tankflugzeuge, eine E-3 Sentry, zwei kanadische CF-18 Hornet und einen CC-150 Polaris-Tanker.

Die russischen Maschinen verletzten zu keinem Zeitpunkt souveränen US- oder kanadischen Luftraum, bestätigte NORAD in einer Mitteilung. "Die russische Aktivität in der Luftverteidigungsidentifikationszone vor Alaska findet regelmäßig statt und wird nicht als Bedrohung wahrgenommen", so das Kommando.

Tatsächlich reagiert NORAD für gewöhnlich mit weniger Flugzeugen auf solche Aufklärungsflüge aus Russland. Am 20. Februar hatte das Kommando zwei F-16, zwei F-35, eine E-3 und vier KC-135, also insgesamt neun Flugzeuge losgeschickt, um russische Maschinen abzufangen. Allerdings waren dabei zwei Tu-95-Bomber, zwei Su-35-Kampfjets und ein Frühwarnflugzeug vom Typ A-50 unterwegs.

Wieso also die große Eskorte für die russischen Aufklärer vergangene Woche?

Luftvorsvaret

Die Tu-142 der russischen Marineflieger

Die Tu-142 ist ein sowjetisches Langstrecken-U-Boot-Jagdflugzeug. Seit 1994 wird die aus dem Bomber Tu-95 abgeleitete Maschine nicht mehr hergestellt. Insgesamt wurden etwa 100 Exemplare produziert. Derzeit nutzt die russische Marine die Tu-142 mehrheitlich für die Fernaufklärung. Einige Tu-142 besitzen zusätzlich die Fähigkeit zur Kommunikation mit russischen Atom-U-Booten. Besonders ungewöhnlich und gefährlich für die NATO waren die beiden Maschinen nach Aussage von NORAD trotzdem nicht.

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Eine Botschaft an Russland?

Für den Angriff auf den Iran am 28. Februar und die seitdem andauernden Kriegshandlungen haben die USA große Teile ihrer Flotte, darunter viele Kampfjets und Bomber, in den Golfstaaten und der gesamten Region gebunden. Denkbar ist daher, dass das ungewöhnlich große Aufgebot als Botschaft an Russland und seine Verbündeten gedacht war, um zu zeigen, dass trotz des Krieges mit dem Iran Verteidigungskapazitäten vorhanden bleiben.

NORAD betonte abschließend in der erwähnten Pressemitteilung seine dauerhafte Einsatzbereitschaft. Das Kommando verfüge über "ein vielschichtiges Verteidigungsnetzwerk von Satelliten, Radarsystemen und Militärflugzeugen" und sei jederzeit bereit, geeignete Maßnahmen zum Schutz Nordamerikas zu ergreifen.