Panavia Tornado der Luftwaffe beim Taktischen Luftwaffengeschwader 33 in Büchel. Andreas Zeitler

Tornados aus Büchel fliegen drei Jahre in Nörvenich

Taktisches Luftwaffengeschwader 33 Tornados fliegen drei Jahre in Nörvenich

Die Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 fliegen bis Februar 2026 in Nörvenich während der Platz in Büchel saniert wird.

Insgesamt finden 25 Tornados und 450 Soldatinnen und Soldaten ebenso wie zivile Angestellte ab dem 1. Juni in Nörvenich ihre vorübergehende Heimat. Dort wird der Flugbetrieb der Tornado und Eurofighter gemeinsam erfolgen.

Es wurden etliche Pläne erarbeitet, um den Fluglärm in und um Nörvenich für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. So wurden für den Tornado beispielsweise flexible Verlegemöglichkeiten auf andere Flugplätze geprüft. Nun ist eine Reduzierung des Tornado-Flugbetriebs am Fliegerhorst Nörvenich von bis zu 20 Prozent ab dem zweiten Halbjahr 2022 möglich.

Zudem hat man unterschiedliche Anpassungen der An- und Abflugverfahren unter Sichtflugbedingungen zum Lärmschutz in niedrigen Höhen erarbeitet. Außerdem werden die Flüge der Tornados an die Umläufe der Eurofighter angebunden, um möglichst kurze Phasen des Fluglärms zu erreichen. Es geht um 3800 Flugstunden pro Jahr für die Eurofighter und 1400 für die Tornados.

Die Verlegung in das knapp 115 Kilometer entfernte Nörvenich ist notwendig, da in Büchel die Oberflächen von Startbahn und Rollwegen erneuert werden müssen. Ebenso muss an der Elektrik der Beleuchtung und an der Abwasserinfrastruktur gearbeitet werden. Rund 260 Millionen Euro werden investiert.

Büchel ist Heimat von US-Atomwaffen, die im Ernstfall von den deutschen Tornados ins Ziel gebracht werden sollen. Diese Aufgabe werden künftig F-35 Lightning II übernehmen. Laut Oberst Thomas Schneider, dem Kommodore des TaktLwG 33,kann man "mit der Zuführung von 35 F-35 ab 2026/2027 hier am Standort" rechnen.

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