TOP GUN: MAVERICK
Kassenschlager aus dem Cockpit

Mit TOP GUN: MAVERICK geht die Geschichte von Lt. Pete Mitchell, alias Maverick, nach fast 40 Jahren weiter. Und der Erfolg zeigt, dass auch alte Piloten noch immer hoch in der Gunst des Publikums stehen.

Kassenschlager aus dem Cockpit
Foto: Paramount Pictures

Dass das neue Abenteuer des wohl berühmtesten Piloten der Filmgeschichte ein Erfolg werden würde, damit war nach Veröffentlichung der ersten Trailer mit einiger Sicherheit zu rechnen. Dass TOP GUN: MAVERICK aber im Steigflug weit besser gehen würde als eine F/A-18 Super Hornet mit vollem Nachbrennerschub, dürfte auch in der Szene für einige Überraschung gesorgt haben.

The Royal Film Performance & UK Premiere of "Top Gun: Maverick"
Paramount Pictures
Schauspieler bei der Premiere in London.

Schlanke Story mit vielen Zitaten

Die Handlung des Blockbusters ist in ihren Grundzügen schnell erzählt: Pete "Maverick" Mitchell, inzwischen Testpilot für experimentelle Flugzeuge, wird von der Navy für einen Spezialauftrag abkommandiert und soll eine Gruppe junger Topgun-Absolventen für eine höchst gefährliche Mission ausbilden. Ziel ist dabei die Zerstörung einer Urananreicherungsanlage in einem nicht näher benannten Schurkenstaat, wofür ein Hochgeschwindigkeitsanflug durch topografisch anspruchsvolles Gelände notwendig ist. Unter den jungen Piloten ist auch Bradley "Rooster" Bradshaw, der Sohn vom Mavericks tödlich verunglücktem Waffensystemoffizier Goose. Als sich im Training herausstellt, dass der Auftrag kaum durchführbar ist, beweist Maverick bei einem unerlaubten Testflug, dass seine Methode Erfolg haben kann, und wird schließlich selbst als Leader der Gruppe in den Einsatz geschickt. Hier muss er sich unter den jungen wilden beweisen und zeigen, dass er die Führungsqualität hat, die ihm seine Vorgesetzten gerne absprechen. Die bildgewaltige Inszenierung ist garniert mit schier unendlich vielen Zitaten des ersten TOP-GUN-Films und wirklich großes Kino, laut der englischsprachigen Filmwebsite Rotten Tomatoes vollbringt die lange verspätete Fortsetzung sogar das Kunststück, ihren Vorgänger auf eine äußerst unterhaltsame Weise zu übertreffen.

Unsere Highlights
Patrouille de France paid tribute to Tom Cruise by flying over the red carpet before the Official Selection Premiere at 75th Annual Cannes Film Festival
Paramount Pictures
Die Premiere in Cannes wurde begleitet von einem Überflug der Patrouille de France.

Rang 11 in der Bestenliste

Wie gut TOP GUN: MAVERICK bei den Besuchern ankommt, zeigt sich an den Kinokassen. 15,6 Millionen US-Dollar spielte der Film allein am Wochenende vom 8. bis 11. September weltweit ein, wie das Onlineportal Statista ausweist. In der Liste der erfolgreichsten Filme wird TOP GUN: MAVERICK aktuell auf Rang 11 geführt, knapp 1,5 Milliarden Dollar hat er demnach seit der Premiere eingespielt. Bezogen auf die USA liegt er mit gut 700 Millionen Dollar aktuell auf Rang 5.

Im Welt-Ranking liegen aktuell noch Fast & Furious 7, Marvel's The Avengers, Der König der Löwen (2019), Jurassic World, Spider Man – No Way Home, Avengers: Infinity War, Star Wars – Das Erwachen der Macht, Titanic, Avengers: Endgame sowie Avatar vor Pete Mitchell und seinen Kameraden. Angesichts der Tatsache, dass der Streifen bereits seit dem 23. August als Download beispielsweise bei Amazon Prime oder Apple TV verfügbar ist, dürfte die Zahl der Kinogänger aber langsam in den Sinkflug gehen. Allerdings: Bezogen auf das Jahre 2022 kann es kein anderer Kinofilm mit TOP GUN: MAVERICK aufnehmen.

"Top Gun: Maverick" Global Premiere Red Carpet
Getty Images North America
Zur Weltpremiere in San Diego, deren Feierlichkeiten auf dem Museumsschiff USS Midway stattfanden, schwebte Tom Cruise stilecht mit dem Helikopter ein.

Das Sonderheft zum Film

Pünktlich zur Veröffentlichung hatten die Redaktionen von aerokurier, FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt mit "INSIDE – Die TOP GUN STORY" ein 116 Seiten starkes Sonderheft herausgegeben, das sich ausführlich mit der Welt der beiden Filme, der Technik der Flugzeuge und der Historie der echten Navy Fighter Weapons School, bei den Piloten bekannt unter dem Namen "Topgun", beschäftigt. Es porträtiert die in den Filmen gezeigten Flugzeugmuster wie F-14, F-18 und F-5 und ihre potenziellen und tatsächlichen Gegner bezüglich Technik, Einsatz und Ausmusterung. Interviews mit ehemaligen F-14-Piloten und Topgun-Ausbildern sowie Recherchen zum historischen Hintergrund der Luftkampfausbildung der US-Marineflieger lassen die echte Navy Fighter Weapons School in Miramar, Kalifornien, lebendig werden. Und natürlich kommen auch die Storyboards, Filmfehler, der Unfall von Maverick und Goose, bei dem der Co-Pilot starb, und die Auswirkungen des Films auf die Popkultur nicht zu kurz.

Wer sich diese einzigartige Lektüre nach Hause holen will, sollte sich beeilen, denn die Erstauflage ist inzwischen nahezu ausverkauft. Das Sonderheft gibt es im Shop der Motor Presse Stuttgart sowie an ausgewählten Kiosken in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Gewinnspiel zum Sonderheft

Jeder, der das Sonderheft kauft und bereits Abonnent von aerokurier, FLUG REVUE oder Klassiker der Luftfahrt ist, nimmt an unserer Sonderverlosung teil, bei der man eine originalgetreue Replik von Mavericks Lederjacke, die er in beiden Filmen trägt, gewinnen kann. Wer noch nicht Abonnent ist, kann parallel zur Shop-Bestellung ein Jahresabo abschließen. Die Lederjacke von Klassik Kontor hat einen wert von mehr als 1000 Euro. Mitmachen lohnt sich also!

Die Lederjacke, wie sie Tom Cruise im Film trug.

Fazit

TOP GUN: MAVERICK ist großes Fliegerkino und eine würdige Fortsetzung des ersten Teils. Und wer sich genug Hintergrundwissen für die Diskussion am Kinotresen anlesen will, kommt um INSIDE – Die TOP GUN Story nicht herum.

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FLUGREVUE 01 / 2023

Erscheinungsdatum 04.12.2022

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