Die erste bei Embraer in Brasilien gebaute Gripen E hat ihre Flugerprobung aufgenommen. Der von Saab in Schweden entwickelte Kampfjet startete in Gavião Peixoto zu seinem Jungfernflug. Dabei standen die Überprüfung der Hauptsysteme und der Flugeigenschaften im Mittelpunkt. Am Steuer des Flugzeugs befand sich ein Testpilot von Saab. Laut Embraer verifizierte der Flug die erwarteten Ergebnisse. Vor der Übergabe der Maschine an die brasilianischen Luftstreitkräfte stehen noch weitere Überprüfungsflüge an. Danach geht sie bei der 1. Luftverteidigungsgruppe in Anàpolis in Dienst.
Die erste in Brasilien gebaute Gripen E hatte am 25. März ihr Roll-out gefeiert. Insgesamt sollen 15 Exemplare in Gavião Peixoto entstehen. "Dieser Erstflug eines von Embraer in Brasilien hergestellten Gripen E ist ein historischer Meilenstein für die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie des Landes. Er bestätigt den Erfolg einer langfristigen Strategie, die die Vision der brasilianischen Luftwaffe, die technologische Expertise von Saab und die ingenieurtechnischen sowie industriellen Kompetenzen von Embraer vereint hat", sagte Bosco da Costa Junior, Präsident und CEO von Embraer Defense & Security. "Dieser Meilenstein ist mehr als nur ein Erfolg für das Gripen-Programm – er zeigt, dass sich die im Laufe der Jahre entwickelten Kompetenzen in Brasilien zu echten und bewährten industriellen Fähigkeiten entwickelt haben, was unsere Verteidigungsindustriebasis und unsere Fähigkeit stärkt, an hochkomplexen globalen Verteidigungsprogrammen teilzunehmen."
Brasilien hatte im Jahr 2014 die Gesamtzahl von 36 Gripen der neuen Generation bestellt: 28 einsitzige Gripen E und acht zweisitzige Gripen F. Die Auslieferungen begannen im Jahr 2020. Bis dato hat die brasilianische Luftwaffe zehn Jets übernommen. Der erste Doppelsitzer war am 28. August bei Saab in Linköping zu seinem Jungfernflug gestartet. Brasilien ist Erstkunde für die Gripen F.
Steigerung der Produktion in Brasilien
Embraer und Saab wollen derweil die Fertigung in Brasilien ausbauen. Am 21. Juli unterzeichneten die Firmen ein Vereinbarung, um die Rahmenbedingungen für die Produktion von 20 weiteren Maschinen auszuloten. Laut Embraer sollen sie für "inländische und internationale Möglichkeiten" vorgesehen sein. Auch eine weitere Steigerung steht im Raum.





