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Türkischer Stealth-Fighter

Turkish Aerospace zeigt Kampfjet-Mockup in Paris

Foto: Patrick Zwerger 9 Bilder

Die Türkei hält an ihrem Plan fest, bald in die Rieger der Länder vorzustoßen, die Stealth-Fighter produzieren. Auf dem Pariser Aérosalon in Le Bourget zeigt Turkish Aerospace nun erstmals ein Mockup seines geplanten Kampfjets.

Zum ersten Mal werden die Ambitionen der Türkei im modernen Kampfflugzeugbau in Le Bourget ein wenig greifbarer: Das Mockup im Maßstab 1:1 soll zeigen, wie die Türkei sich ihren Kampfjet der fünften Generation vorstellt, der exakt auf die Bedürfnisse der türkischen Luftwaffe zugeschnitten sein soll. Zugleich will die Türkei mit der physischen Premiere ihres Fighters auf dem Aérosalon in Paris den Beweis dafür liefern, dass sie technologisch im Konzert der großen Rüstungsmächte USA, Russland und China mitspielen kann.

Ehrgeizige Pläne

Aus diesem Grund präsentiert Turkish Aerospace neben dem Fighter-Mockup in Le Bourget sein komplettes Portfolio. Unter anderem zeigen die Türken ihren Kampfhubschrauber Atak täglich im Flugprogramm. Außerdem sind das UAV Anka, der Mehrzweckhubschrauber Gökbey sowie der neue Jet-Trainer Hürjet in Paris zu sehen. Letzterer könnte einmal den türkischen Pilotennachwuchs an das selbstentwickelte Stealth-Kampfflugzeug heranführen.

Wie ernst es der Türkei mit der Entwicklung ihres eigenen Zukunfts-Fighters ist, untermauert Temel Kotil, CEO von Turkish Aerospace. Das Stealth-Flugzeug sei das „wichtigste Projekt der Türkei, auf das wir stolz sind.“ Nur wenige Länder seien weltweit in der Lage, ein solches Flugzeug zu entwickeln und zu bauen. Die Türkei werde zeigen, dass sie dazu gehöre, so Kotil. Gleichzeitig wirbt der Turkish Aerospace-Chef um den qualifizierten Ingenieurnachwuchs aus dem eigenen Land, der für das Gelingen des Projekts unverzichtbar sei: „Die türkische Luft- und Raumfahrt hat ihre Türen für Sie geöffnet. Wir freuen uns auf Ihre Entschlossenheit, Geduld und Arbeit.“

Der erste Kampfjet der Türkei

Turkish Aerospace arbeitet seit 2010 an der bisher als „Turkish Fighter Experimental“ (TFX) bekannten Kampfjet-Studie. Laut Plan soll der erste Prototyp 2023 fliegen. Technische Details waren den Verantwortlichen vor Ort noch nicht zu entlocken. Nur ein paar Rahmendaten wurden genannt: Die Maschine soll einmal 21 Meter lang sein und eine Spannweite von 14 Metern besitzen. Als Topspeed visieren die Türken Mach 1,8 an, die Dienstgipfelhöhe soll bei 55000 Fuß liegen (16800 Meter). Außerdem wartet der Turkish Fighter mit Supercruise-Fähigkeiten auf. Verantwortlich hierfür sind zwei F110-Triebwerke von General Electric, die zusammen maximal 54000 lb Schub liefern. Die G-Limits des Flugzeugs sind mit +9 und -3,5 g angegeben. Die spezielle Form und interne Waffenschächte sollen die Radarsichtbarkeit des Flugzeugs minimieren – zugleich soll der Fighter für mehrere Einsatzrollen geeignet sein und damit die Bedürfnisse der türkischen Luftwaffe bestmöglich abdecken.

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