Die USA stocken ihre Präsenz in Westasien weiter auf. Die neunte US-Luftflotte führt derzeit eine mehrtägige Übung durch, um ihre Fähigkeit zur schnellen Verlegung von Kampfflugzeugen im Verantwortungsbereich des US-Zentralkommandos (CentCom) zu testen. Bei dem Manöver geht es darum, Personal und Flugzeuge rasch an verschiedene Standorte zu bringen und von dort aus Einsätze zu fliegen.
Welche Stützpunkte und Flugzeugtypen konkret beteiligt sind, wurde nicht bekanntgegeben. Allerdings könnten die kürzlich in der Region eingetroffenen F-15E-Kampfjets eine Rolle spielen.
Am 18. Januar landeten F-15E Strike Eagle der 494th Fighter Squadron auf "einer Militärbasis im Nahen Osten", wie CentCom bekannt gab. "Die Präsenz der F-15 verbessert die Kampfbereitschaft und fördert die regionale Sicherheit und Stabilität".
Die Luftwaffenübung soll die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern stärken und die Truppe auf flexible Einsatzszenarien vorbereiten. Dabei werden Verfahren für den schnellen Transport von Personal und Maschinen, den Betrieb an provisorischen Standorten sowie die logistische Versorgung mit minimalem Aufwand getestet.
"Unsere Air Force-Soldaten beweisen, dass sie sich verteilen, operieren und Kampfeinsätze unter anspruchsvollen Bedingungen absolvieren können – sicher, präzise und an der Seite unserer Partner", sagte Generalleutnant Derek France, Kommandeur der Air Forces Central.
Im Rahmen der Übung verlegen US-Einheiten Teams an mehrere Ausweichstandorte, um dort Start- und Landeabläufe mit kleinen Unterstützungseinheiten zu erproben. Alle Aktivitäten erfolgen nach Angaben der Luftwaffe mit Zustimmung der Gastgeberländer und in enger Abstimmung mit zivilen und militärischen Luftfahrtbehörden.
Verstärkung der Militärpräsenz
US-Präsident Donald Trump kündigte vergangene Woche an, dass eine "Armada" in Richtung Golfregion unterwegs sei, wobei der Iran im Fokus stehe. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln hat seinen Kurs vom Südchinesischen Meer in den Indischen Ozean geändert.
Die USA halten im Nahen Osten zwischen 40.000 und 50.000 Soldaten an rund 20 Standorten stationiert, darunter acht permanente Stützpunkte in Bahrain, Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bereits im Juni 2025 hatte Washington eine größere Truppenverlegung in die Region vorgenommen und anschließend drei iranische Atomanlagen angegriffen.
Der Iran hat auf die jüngsten Drohgebärden mit eigenen Warnungen reagiert. Militärvertreter kündigten an, im Falle eines Angriffs alle US-Stützpunkte in der Region zu legitimen Zielen zu erklären. Die wachsenden Spannungen haben bereits Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr. Mehrere europäische Fluggesellschaften haben Flüge in die Region zeitweise ausgesetzt oder umgeleitet.





