Verspäteter Vertrag für Kampfjets - Israel bekommt die neue Boeing F-15IA Eagle

Verspäteter Vertrag für Kampfjets unterzeichnet
Israel bekommt seine neue Boeing F-15IA Eagle

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.01.2026
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Im Rahmen des jetzt finalisierten Vertrags liefert Boeing 25 Exemplare der F-15IA an die israelischen Luftstreitkräfte. Die Vereinbarung schließt die Entwicklung, Integration, Instrumentierung und Erprobung der neuen Version des Kampfjets mit ein. Die Arbeiten finden in St. Louis, Missouri, statt und sollen bis zum 31. Dezember 2035 abgeschlossen sein.

Der Wert beläuft sich auf 8.577.700 Milliarden US-Dollar. Davon stammen 8,4 Milliarden Dollar aus den FMS-Fonds (Foreign Military Sales). Daher fungiert als Vertragspartner des Herstellers auch das Air Force Life Cycle Management Center auf der Wright-Patterson Air Force Base, Ohio, und nicht das israelische Militär. Die Unterzeichnung des Vertrages erfolgte nach dem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Mar-a-Lago, Florida.

Die F-15IA entspricht in weiten Teilen der F-15EX der US Air Force, der modernsten Eagle-Version. Sie verfügt unter anderem über neue Avionik, ein Glascockpit und ein Radar mit elektronischer Strahlschwenkung sowie eine neue Fly-by-Wire-Flugsteuerung. Israel zählt zu den längsten Nutzern und hatte die ersten Exemplare schon ab Ende 1976 übernommen. Zuletzt kam in den 90er Jahren die F-15I ins Arsenal. Allerdings fliegen sogar noch frühe Ausführungen der F-15A, die im Lauf der Zeit einige Modernisierungen durchlaufen haben. Dennoch planten die israelischen Luftstreitkräfte schon seit längerem eine Verjüngung der Flotte und meldeten bereits 2020 Interesse an der F-15EX an.

Upgrade-Kits fehlen

Bereits am 13. August 2024 hat der Secretary of State den möglichen Verkauf von neuen Eagle-Kampfflugzeugen an Israel genehmigt. Die damalige Freigabe beinhaltete auch die Lieferung von insgesamt 120 Triebwerken F110-GE-129 von GE Aerospace, 75 AESA-Radaren APG-82(V1) von Raytheon und 50 LANTIRN-Behältern AN/AAQ-13 von Lockheed Martin. Die hohen Stückzahlen der Komponenten erklärten sich aus der Tatsache, dass mit der Ausrüstung auch 25 bestehende F-15I auf den neuen Stand gebracht werden sollten. Diese Upgrade-Kits sind allerdings im aktuellen Vertrag nicht mehr enthalten.

Die ersten F-15IA sollen im Jahr 2031 in Israel landen. Die Jets erhalten mit hoher Sicherheit auch israelische Ausrüstung. So ist beispielsweise das von BAE Systems entwickelte EPAWSS-Selbstschutz-System AN/ALQ-250 (Eagle Passive Active Warning Survivability Systems) der F-15EX nicht in der Freigabe aufgeführt und dürfte daher einer Eigenentwicklung weichen.