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Wettbewerb für Projekt Air2030

Schweiz erhält Angebote für neuen Kampfjet

Foto: Saab 20 Bilder

Die Schweiz sucht einen neuen Kampfjet – und hat wieder einen Wettbewerb gestartet. Am Freitag haben die Konkurrenten der armasuisse ihre Angebote im Rahmen des Projekts Air2030 übergeben. Nun steht die Erprobung an.

Im Rennen sind diesmal der Eurofighter (Airbus, Deutschland), die F/A-18 Super Hornet (Boeing, USA), die Rafale (Dassault, Frankreich), die F-35A (Lockheed-Martin, USA) und die Gripen E (Saab, Schweden). Saab sagte am Freitag, dass sein Vorschlag Optionen für 30 und 40 neu gebaute Gripen E-Kampfflugzeuge umfasse. Ein Offset-Programm für die Schweizer Industrie soll 100 Prozent des Auftragswerts abdecken. „Die vorgeschlagene Gripen E-Lösung zeichnet sich durch modernste Technologie und niedrige Anschaffungs-, Betriebs- und Supportkosten aus, die der Schweiz eine optimale Flottengröße mit dem besten Gesamtbetriebsergebnis in den kommenden Jahrzehnten ermöglichen“, sagt Jonas Hjelm, Leiter des Saab-Geschäftsbereichs Luftfahrt. Die anderen Wettbewerber gaben zunächst keine Statements ab.

Testprogramm in Emmen vorgesehen

Mit der Unterbreitung dieser ersten Offerte startet die Phase der Analyse und Erprobung. Von Februar bis März 2019 erproben die Spezialisten der armasuisse und der Schweizer Luftwaffe die Flugzeuge in den jeweiligen Simulatoren. Diese Aktivitäten finden bei den Kandidaten statt und laufen parallel zu sogenannten Produkt-Support-Audits. In diesen Audits zeigen die Luftwaffen der Herstellerländer auf, wie die Flugzeuge betrieben und instandgehalten werden und wie die Ausbildung erfolgt. Im Anschluss erfolgt die Auswertung der Antworten auf den Fragenkatalog, den die Hersteller in der ersten Offerte ausfüllen mussten. Parallel dazu werden die Kampfflugzeuge zwischen April und Juli 2019 in Payerne einer Flug- und Bodenerprobung unterzogen.

Die Erkenntnisse aus der Analyse- und Erprobungs-Phase wird armasuisse in Zusammenarbeit mit Armeestab, Luftwaffe, Logistikbasis der Armee und der Führungsunterstützungsbasis in Fachberichten für jeden Kandidaten separat zusammenfassen. Diese Fachberichte sind die Grundlage für einen systematischen und umfassenden Vergleich zwischen den Kandidaten, der im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt wird. Die Fachberichte dienen auch dazu, für jeden Flugzeugtyp die erforderliche Flottengrösse zu bestimmen.

armasuisse wird nach gegenwärtigem Zeitplan auf dieser Grundlage eine zweite Offertanfrage erstellen und den Kandidaten übergeben. Mit den Erkenntnissen aus der zweiten Offerte wird armasuisse die Kandidaten auf Basis der Fachberichte miteinander vergleichen und den Gesamtnutzen pro Kandidat ermitteln.

Die Typenentscheidung durch den Bundesrat soll Ende 2020 fallen, die Lieferungen könnten dann 2025 beginnen.

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