Wie eine bewaffnete Antonow An-28 russische Shahed-Drohnen abfängt

Ukrainische Antonow An-28 im Drohneneinsatz
Antonow-Jagd: An-28 schießt Shahed-Drohnen ab

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.02.2026
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Schütze feuert Minigun in Flugzeugkabine ab
Foto: TF1 Screenshot

Die Antonow An-28, ursprünglich ein ziviles Transportflugzeug, wurde von der Ukraine für militärische Zwecke umgerüstet. An der Seitentür des zweimotorigen Turboprops ist eine 7,62 mm M134 Minigun montiert. Diese sechsläufige Gatling-Kanone ermöglicht eine hohe Feuerrate, die für den Einsatz gegen Drohnen geeignet ist. Ein Kamerabediener überwacht den Luftraum nach Zielen, während der Pilot das Flugzeug in Position bringt.

Einsatzstrategie und Erfolge

Die Besatzung, bestehend aus vier Personen, darunter auch Zivilisten, verfolgt eine Strategie, bei der Drohnen nur über unbewohntem Gebiet abgeschossen werden, um Kollateralschäden zu vermeiden. Laut einem Bericht des französischen Fernsehsenders TF1 soll die An-28 bereits rund 150 Drohnen zerstört haben. Diese Zahl wird durch Abschussmarkierungen an der Rumpfseite des Flugzeugs visualisiert, jedoch sind unabhängige Bestätigungen dieser Angaben nicht verfügbar.

Risiken und Herausforderungen

Der Einsatz der An-28 birgt Risiken. Splitter von explodierenden Drohnen haben bereits kleinere Schäden an der Außenhaut des Flugzeugs verursacht. Zudem stellen russische Abstandsflugkörper und mit Abwehrflugkörpern ausgestattete Shahed-Drohnen eine Gefahr dar. Die Besatzung muss wachsam sein, um Kollisionen und andere Gefahren zu vermeiden.

Historische Parallelen

Die Idee, Transportflugzeuge mit Schusswaffen auszustatten, ist nicht neu. Bereits während des Vietnamkriegs setzte die US Air Force modifizierte Douglas DC-3 Flugzeuge, bekannt als AC-47, ein. Diese waren mit Miniguns ausgestattet und dienten als erste Gunships. Moderne Varianten wie die AC-130J Ghostrider zeigen, wie sich das Konzept weiterentwickelt hat.

Technische Details der M134 Minigun

Die M134 Minigun ist eine elektrisch angetriebene Gatling-Kanone, die bis zu 6.000 Schuss pro Minute abfeuern kann. Ihre hohe Feuerrate und Zuverlässigkeit machen sie für den Einsatz gegen schnelle und kleine Ziele wie Drohnen geeignet. Die Waffe wird von einem Kamerabediener gesteuert, der die Ziele visuell erfasst.

Fazit