Zwei GlobalEye-Überwachungsflugzeuge für Frankreich

Frühwarnflugzeug aus Schweden
Zwei GlobalEye-Überwachungsflugzeuge für Frankreich

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.01.2026
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Saab GlobalEye.
Foto: Saab

Kurz vor Jahresende hat der schwedische Rüstungskonzern Saab noch einen Auftrag aus Frankreich erhalten. Die französische Rüstungsbehörde DGA orderte zwei Überwachungsflugzeuge vom Typ GlobalEye. Der Deal hat ein Volumen von umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro.

Die Vereinbarung zwischen dem skandinavischen Hersteller und Paris umfasst neben den beiden Maschinen auch Bodenausrüstung, Schulungsmaßnahmen sowie technische Unterstützung.

Zwischen 2029 und 2032 sollen die Maschinen ausgeliefert werden. Zusätzlich sicherte sich Frankreich eine Option auf zwei weitere Exemplare.

Ersatz für alternde Boeing-Flotte

Mit der Beschaffung löst Frankreich seine seit 1992 im Einsatz befindliche Flotte von vier Boeing E-3F-Frühwarnflugzeugen ab. Trotz mehrfacher Modernisierungen zeigten die Maschinen Schwächen bei der Entdeckung und Verfolgung kleinerer Ziele. Die französische Rüstungsbehörde hatte daher bereits vor einigen Jahren die Suche nach einem geeigneten Nachfolger eingeleitet.

Die Entscheidung für GlobalEye war bereits im Juni 2025 auf der Paris Air Show durch eine Absichtserklärung angekündigt worden. Damals hatte sich Frankreich ausdrücklich für eine europäische Lösung ausgesprochen und damit Boeings Hoffnungen auf einen Zuschlag für die E-7 Wedgetail zunichte gemacht.

Auch der französische Hersteller Dassault, der zwischenzeitlich seine neue Falcon 10X als Alternative ins Rennen gebracht hatte, ging leer aus. Der Business-Jet hatte seine Flugerprobung noch nicht begonnen, wodurch der Zeitplan für die Integration der militärischen Spezialausrüstung wohl zu eng wurde.

Technologie für Luftraumüberwachung

Bei GlobalEye handelt es sich um ein weitreichendes Frühwarn- und Kontrollsystem, das von einer Bombardier-Plattform aus operiert. Grundlage ist der kanadische Geschäftsreisejet Global 6000, den Saab mit umfangreicher Avionik einschließlich des Erieye-Radars mit elektronischer Strahlschwenkung ausstattet.

Die Maschinen verfügen über diverse Sensorsysteme zur Erfassung und Identifizierung von Objekten in der Luft, auf dem Wasser und am Boden. Durch die Echtzeitdatenübertragung sollen Streitkräfte frühzeitig vor Bedrohungen gewarnt werden.