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Die Boeing CH-47 Chinook und die Sikorsky CH-53K King Stallion sind im Wettbewerb um einen Schwerlasthubschrauber-Auftrag für die Luftwaffe. Boeing / Lockheed Martin

Neuer Schwerlasthubschrauber für die Luftwaffe

STH-Angebote eingereicht

Boeing und Lockheed Martin (Sikorsky) haben am Montag ihre Angebote im STH-Wettbewerb abgegeben. Zur Wahl stehen die CH-47 Chinook und die CH-53K King Stallion.

Die Angebotsaufforderung wurde am 24. Juni 2019 vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) veröffentlicht. Die Abgabe eines finalen Angebots ist für Ende 2020 geplant. Die endgültige Entscheidung über die Beschaffung von 44 bis 60 Hubschraubern, einschließlich Wartung und Instandhaltung sowie Training, soll Anfang 2021 getroffen werden. Die erste Auslieferung der Luftfahrzeuge könnte dann wie gefordert ab 2024 erfolgen, um den nahtlosen Übergang von der aktuellen CH-53G Flotte zu ermöglichen.

Boeing CH-47 Chinook

„Wir haben unsere Antwort auf die Angebotsaufforderung eingereicht und freuen uns darauf, mit dem BAAINBw und der deutschen Industrie zusammenzuarbeiten, um der Bundeswehr die beste Lösung bereitzustellen“, sagte Michael Hostetter, Vice President für Boeing Defense, Space & Security in Deutschland.

„Wir verpflichten uns, Wartung, Instandhaltung und Training sowie Teile der Produktion in Deutschland durchzuführen“, sagte Dr. Michael Haidinger, President Boeing Deutschland. „Dazu bauen wir unser deutsches Industrie-Team für den H-47 Chinook weiter aus. Zudem eröffnen wir deutschen Unternehmen vielfältige Möglichkeiten für Engineering- und Produktionsaufträge über das gesamte Unternehmensportfolio von Boeing hinweg“.

Sikorsky CH-53K King Stallion

Lockheed Martin sagte, man habe das Angebot „gemeinsam mit unserem deutschen STH-Industrieteam“ abgegeben. Für das Projekt haben Sikorsky und Rheinmetall frühzeitig ein Kernteam gebildet, zu dem die namhaften deutschen Industrieunternehmen MTU Aero Engines, Autoflug GmbH sowie Hydro Systems KG zählen.

„Durch den frühzeitigen Aufbau eines deutschen Industrieteams und die Expertise unserer Partner können wir die Qualität des Angebots und im Anschluss die hohe Verfügbarkeit der CH-53K im Dienst der Bundeswehr sichern,“ sagte Beth Parcella, CH-53K International Business Development Director

Mike Schmidt, Geschäftsführer der Rheinmetall Aviation Services GmbH: „Deutsche Unternehmen werden einen erheblichen Anteil am Erfolg des CH-53K-Programms haben. Das bedeutet für die Industrie die Schaffung vieler neuer, langfristiger Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeiter und einen wichtigen Know-how-Transfer“, sagte Schmidt in Bonn.

Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung wollen Sikorsky und Rheinmetall am Flughafen Leipzig/Halle ein Logistikzentrum sowie ein STH-Flotten-Unterstützungszentrum aufbauen. Wie die beiden Unternehmen bereits Ende Oktober 2019 ankündigten, befinden sie sich dazu in fortgeschrittenen Gesprächen mit Vertretern der Landespolitik, den dort bereits ansässigen Unternehmen sowie dem Flughafenbetreiber.

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