Neuester Flugzeugträger der US Navy
Ford auf erster Einsatzfahrt

Der neueste Flugzeugträger der US Navy, USS Gerald R. Ford (CVN 78), ist von Norfolk aus zu seiner ersten Einsatzfahrt ausgelaufen. Sie dient vor allem dem weiteren Training.

Flugzeugträger USS Gerald R. Ford.
Foto: US Navy

Ford verließ den Hafen wegen schlechtem Wetter (Auswirkungen des Hurricanes Ian) einen Tag später als gedacht. Er wird mit seiner Carrier Strike Group im Atlantik operieren. Bei den geplanten Übungen sind Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Spanien und Schweden beteiligt. Es sind rund 9000 Soldaten aus neun Nationen, 20 Schiffe und 60 Flugzeuge mit dabei.

Gemeinsam mit diesen Verbündeten und Partnern wird sich die GRFCSG (Gerald R. Ford Carrier Strike Group) auf die Ausbildung in den Bereichen Luftverteidigung, Anti-Unterwasser-Kriegsführung, verteilte maritime Operationen, Minenabwehr und amphibische Operationen konzentrieren.

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Die Ford hat den Carrier Air Wing (CVW) 8 an Bord. Zu ihm zählen drei Staffeln mit F/A-18F Super Hornet, eine Staffel mit F/A-18C und eine mit EA-18G Growler. Für die Luftraumüberwachung sorgen E-2C Hawkeye, für den Transport C-2A Greyhound. Außerdem gibt es je eine Staffel mit MH-60S Seahawk und MH-60R Seahawk.

Was die US-Schiffe betrifft, so sind die USS Normandy (CG 60), die USS Ramage (DDG 61), die USS McFaul (DDG 74), die USS Thomas Hudner (DDG 116), die USNS Joshua Humpreys (T-AO 188), die USNS Robert E. Peary (T-AKE 5) und die Hamilton (WHEC 715) von der Coast Guard dabei.

"Die USS Gerald R. Ford Carrier Strike Group wird im Verbund mit Verbündeten und Partnern ihre unübertroffene, bereichsübergreifende und umfassende Schlagkraft im Atlantik unter Beweis stellen", sagte Admiral Daryl Caudle, Befehlshaber des U.S. Fleet Forces Command.

Die erste Einsatzfahrt der Ford findet fünf Jahre nach der offiziellen Übergabe des Trägers an die US Navy statt. In dieser Zeit wurden verschiedene Testfahrten durchgeführt, um die diversen Probleme zu lösen, die aufgetreten sind. Diese reichen von verspäteter Auslieferung der Waffenaufzüge bis hin zu Abflussrohren zu geringen Durchmessers in den Toiletten.

Weitere technische Probleme betrafen unter anderem die neuen elektromagnetischen Flugzeugkatapulte und den elektronisch gesteuerten Fangvorrichtungen, Radare und andere Systeme. Die Kosten für die Ford werden offiziell mit 13,2 Mrd. Dollar angegeben, fast 3 Mrd. Dollar mehr als ursprünglich erwartet. Auch für die nachfolgenden Schiffe der Klasse werden höhere Stückkosten erwartet.

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