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Aufbau einer Multinational Air Group

Luftwaffe: „MAGDAYs“-Übung mit F-35

Panavia Tornado der Luftwaffe Foto: Luftwaffe/Petersen

Mit kurzen Übungen arbeitet die Luftwaffe als Führungsstreitmacht auf die Einsatzbereitschaft einer Multinational Air Group hin.

Nachdem die Luftwaffe im Februar und März die ersten beiden von vier „MAGDAYs“ 2019 ausrichtete, folgte vom 8. bis zum 11. Juli das dritte multinationale Übungsvorhaben zum Aufbau der Multinational Air Group, kurz: MAG. Neben circa 20 deutschen Kampf- und Unterstützungsflugzeugen waren Luftfahrzeuge aus Großbritannien und den USA an dem Vorhaben im Südwesten Deutschlands eingebunden.

Erstmalig beteiligte sich die US Air Force mit einem „5th generation aircraft“ (F-35) beim Üben von verbundenen Luftkriegsoperationen in einem Gebiet (POLYGONE) mit simulierten Boden-Luft Bedrohungen an dem MAGDAY. Sie nahmen zusammen mit weiteren amerikanischen F-16 vom US-amerikanischen Stationierungsort Spangdahlem teil.

Großbritannien beteiligte sich aus der Heimat heraus mit Eurofighter an den Luftoperationen. Die eingesetzten fliegenden Kräfte wurden durch eine KC-10 zur Luftbetankung unterstützt. Die teilnehmenden deutschen Eurofighter und Tornados aus den Taktischen Luftwaffengeschwadern wurden von Luftfahrzeugen des Typs A400M aus dem Lufttransportgeschwader 62 und A310 MRTT der Flugbereitschaft BMVg zur Betankung in der Luft unterstützt.

Die „MAGDAYs“ tragen als regelmäßig stattfindende Übungstage dazu bei, die Leistungsfähigkeit multinational geführter Luftoperationen zu verbessern. Zugleich machen sie Fortschritte messbar und fördern die Interoperabilität zwischen den NATO-Partnern. Die Übungswoche besteht aus je zwei Vorbereitungs- und zwei Flugtagen. Aufgrund der Wetterlage musste der zweite Flugtag am 11.Juli abgesagt werden.

Deutschland hat sich im Framework Nations Concept (FNC) der NATO dazu verpflichtet, als Rahmennation für eine Multinational Air Group Verantwortung zu übernehmen und so den Aufbau sogenannter „Larger Formations“ im Bereich alliierter Luftstreitkräfte zu unterstützen. Ziele sind für 2023 zunächst die eingeschränkte, für 2026 dann die volle Einsatzbereitschaft.

Auf dem Weg dorthin soll es verschiedenen internationalen Partnern ermöglicht werden, über Ausbildungen, technische und logistische Zusammenarbeit, Übungen, Partnerschaften und einen regelmäßigen Informationsaustausch zu partizipieren. Die MAG stellt dabei eine Art Toolbox dar, aus der die beteiligten Nationen dem Auftrag entsprechende Kräfte generieren und der NATO zur Verfügung stellen können.

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