in Kooperation mit
Leonardo AW169M in italienischen Diensten. Leonardo

Österreich kauft Ersatz für Aloutette III

AW169M für das Bundesheer

Das österreichische Verteidigungsministerium kauft 18 Hubschrauber des Typs Leonardo AW169M. Kostenpunkt: Rund 300 Millionen Euro.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gab die Entscheidung am Montag bekannt. Im Wettbewerb waren Muster von Airbus Helicopters H145M und Bell 429. Die AW169M sei aber der "Hubschrauber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis". Zudem biete Italien die besten Möglichkeiten für eine enge Kooperation bei Ausbildung und Simulation, Logistik und Einsatz.

Die neuen Hubschrauber werden die leichten Verbindungs- und Transporthubschrauber Alouette III ersetzen, die seit 1967 im Dienst stehen und aus technischen Gründen Ende 2023 ausgeschieden werden müssen.

Die Lieferung der Hubschrauber beginnt im Sommer 2022 und läuft bis Frühjahr 2024. Zuvor wird bereits ein Simulator bereitgestellt. Die anfängliche Einsatzbereitschaft soll bis Ende 2023 hergestellt werden. Bis dahin sind die Ausrüstungspakete SAR/CASEVAC und SOF vorhanden. Weitere Ausstattungen wie für die Luftaufklärung und den Selbschutz folgen bis Mitte 2026.

Die AW169M ist laut Ministerium besonders leistungsstark und damit auch für Einsätze im Gebirge bestens geeignet. Seine Avionik ermöglicht das Fliegen auch bei Nacht und bei schlechten Witterungsbedingungen.

Das System beinhaltet mehrere Ausstattungen, die den Hubschrauber für eine Vielzahl von Missionen einsetzbar machen: Für Personen- und Materialtransporte ebenso wie zum Löschen von Waldbränden, zur Luftaufklärung und vieles mehr.

Ein halbes Dutzend der neuen Hubschrauber werden als Schulhubschrauber Verwendung finden. Dadurch kann die Ausbildung effizienter gestaltet werden, und die Einsatzstaffeln werden von Ausbildungsaufgaben entlastet. Bei Bedarf können die Schulhubschrauber aber jederzeit auch für Einsatzaufgaben herangezogen werden.

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