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Parabelflugzeug A310 Zero-G

Weltraumgefühl durch virtuelle Realität

11 Bilder

An Bord des Parabelflugzeugs von Novespace können Passagiere nicht nur Momente der Schwerelosigkeit erleben, sondern nun mithilfe von VR-Brillen auch die Erde aus dem Weltall sehen.

Novespace hat kürzlich erstmals Virtual-Reality-Brillen bei einem Parabelflug eingesetzt, wie das französische Unternehmen am Freitag mitteilte. Dadurch lasse sich die Erfahrung während des Parabelflugs um die visuelle Komponente ergänzen.

Bei dem Flug zur Paris Air Show am Freitag hätten vier Passagiere das VR-System des ebenfalls französischen Unternehmens Orbital Views erstmals ausprobiert. Sie konnten während des Parabelflugs die Erde von der Cupola der Internationalen Raumstation ISS betrachten, einen virtuellen Weltraumspaziergang unternehmen und sich schließlich auf der Mondoberfläche bewegen. Nach Angaben von Novespace soll das nächste VR-Szenario der Mars sein.

Zero-G-Flugzeug als Drehort

Parabelfliegen mit VR-Brille: Das bieten Novespace und Orbital Views im Airbus A310 Zero-G. Foto und Copyright: Orbital Views

Die nächsten Flüge mit dem VR-System sollen am 1. September 2017, am 14. Februar 2018 und am 24. August 2018 stattfinden. Den Erstflug am 22. Juni gab es zum Einführungspreis von 6960 Euro, wie viel die Tickets für die kommenden Parabelflüge mit virtueller Realität kosten, gaben Novespace und Orbital Views bislang nicht bekannt.

Novespace ist eine Tochterfirma der französischen Raumfahrtagentur CNES und betreibt von Bordeaux-Mérignac einen Airbus A310 als Parabelflugzeug. Im vergangenen Jahr führte Novespace fünf Flugkampagnen für die CNES, die europäische Raumfahrtagentur ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durch. Dabei unternahmen mehr als 70 Forschergruppen wissenschaftliche Experimente.

Zudem wurden drei Parabelflüge mit 120 zahlenden Passagieren und einigen Unternehmensgästen durchgeführt, fünf Flüge fanden im Zuge von Dreharbeiten für den Hollywoodstreifen "Die Mumie" mit Tom Cruise statt. 2016 erwirtschaftete Novespace nach eigenen Angaben einen Gewinn von einer Million Euro, der an die CNES und die ESA fließt und für zusätzliche wissenschaftliche Flüge dieses und nächstes Jahr eingesetzt wird. 

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