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A310 von Novespace

Erste Kampagne mit dem neuen ZERO-G-Flugzeug

Am Donnerstag beendete die Airbus A310 ZERO-G auf dem Flughafen Bordeaux-Mérignac nach drei Flugtagen ihre erste Kampagne als neues Parabelflugzeug.

Bei der Parabelflug-Kampagne waren das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Europäischen Weltraumorganisation ESA und die französischen Raumfahrtagentur CNES beteiligt. Mit dem neuen Parabelflugzeug sollen fünf bis sechs wissenschaftliche Forschungskampagnen jährlich geflogen werden.

Das neue Parabelflugzeug bietet gegenüber dem altgedienten Vorgänger einige Vorzüge. So steht zum Beispiel den Wissenschaftlern für ihre Experimente mehr Energie zur Verfügung als im Vorgänger. Auch grenzt der etwa neun Meter kürzere Rumpf nicht den einhundert Quadratmeter großen Raum ein, der für Experimente innerhalb der Maschine zur Verfügung steht, da die Passagiersitze kompakter angeordnet sind und die technische Konsole zur Steuerung der Experimente durch einen einzigen Laptop ersetzt worden ist.

"Wir haben drei erfolgreiche Flugtage bestritten. Die Qualität der Schwerelosigkeit während der Parabeln war exzellent. Wir können daher auf gute Ergebnisse hoffen", blickt Prof. Stefan Schneider von der Deutschen Sporthochschule Köln auf diese Parabelflugkampagne zurück. Er forscht gemeinsam mit seinem Team zum Thema, wie sich chronischer Stress durch Isolation - wie ihn zum Beispiel Astronauten und Kosmonauten auf der ISS erleben - auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirkt und ob ein individuelles Sport- und Bewegungsprogramm diesem Stress entgegenwirken kann.

Sein Parabelflug- Experiment ist eines von vier Experimenten, die das DLR für diese Kampagne ausgewählt hat. Sechs Experimente stammen von der ESA, zwei von CNES.

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