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Boeings Raumkapsel

Starliner-Testflüge verzögern sich weiter

Wegen Problemen beim Test der Notfalltriebwerke verschiebt sich der erste unbemannte Flug mit der neuen Raumkapsel.

Boeing muss wegen technischer Probleme den ersten unbemannten Testflug seiner Raumkapsel CST-100 Starliner von August auf Ende 2018 oder Anfang 2019 verschieben. Der erste bemannte Flug soll nun erst Mitte 2019 stattfinden und nicht wie ursprünglich geplant im Dezember 2018. Der Grund: Bei einem Test der Notfalltriebwerke hatten blockierte Ventile zu einem Überlaufen von Treibstoff geführt.

Der Test der vier Starliner-Notfalltriebwerke fand nach Angaben von Boeing bereits im Juni auf einem NASA-Prüfstand der White Sands Test Facility in New Mexico statt. Als die Ingenieure nach eineinhalb Sekunden Betrieb die Triebwerke herunterfahren wollten, schlossen nicht alle Ventile. Daraufhin trat hypergoler Treibstoff aus. Das Service-Modul des Starliner, an dem die Triebwerke montiert sind, nutzt eine Mischung aus Hydrazin und Sticktsofftetroxid. Bei dem Vorfall habe es weder Verletzte noch Schäden an der Testkapsel gegeben, so Boeing. Die von Aerojet Rocketdyne gebauten Triebwerke sollen im Notfall dazu dienen, die Kapsel schnell von der Trägerrakete zu entfernen.

Boeing entwickelt den Starliner für die NASA als wiederverwendbare Kapsel für bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation und zurück. Dafür erhält Boeing 4,2 Milliarden US-Dollar. Gestartet werden soll der Starliner an Bord einer Atlas-5-Rakete von Cape Canaveral aus. Parallel arbeitet auch SpaceX im Auftrag der NASA an einem bemannten Raumschiff, dem Crew Dragon, für Flüge zur ISS. Mit dem Starliner und dem Crew Dragon will die NASA die Abhängigkeit von Russland bei der Beförderung von Astronauten zur ISS beenden. Die NASA will am Freitag die Namen der Astronauten für die ersten bemannten Flüge bekanntgeben.

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