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Deutsch-französischer Klimasatellit

Merlin soll Methankonzentration in der Atmosphäre messen

Deutschland und Frankreich haben bei der UN-Klimakonferenz in Paris eine gemeinsame Klimamission angekündigt: der Satellit Merlin soll ab 2020 Messungen zur Konzentration des Treibhausgases Methan in der Erdatmosphäre durchführen.

Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Paris wurde die deutsch-französische Klimamission Merlin (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) vorgestellt. Ab 2020 soll Merlin die Methankonzentration in der Erdatmosphäre messen und damit zum besseren Verständnis des Klimawandels beitragen.

Der Klimasatellit Merlin baut auf dem neuen Satellitenbus "Myriade Evolutions" auf. Er wurde von der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen mit der französischen Raumfahrtindustrie entwickelt.

Als Nutzlast trägt der Satellit ein aktives LIDAR-Instrument (Light Detection And Ranging): Damit sind Messungen auch bei Nacht und durch dünne Wolken hindurch möglich. LIDAR wird im Auftrag des DLR-Raumfahrtmanagements mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Industrie (BMWi) in Deutschland entwickelt und gebaut.

Daten werden gemeinsam ausgewertet

Zum Methan-LIDAR gehört ein Laser, der Licht in zwei unterschiedlichen Wellenlängen abgeben und dadurch präzise Tages- und Nachtmessungen der Methankonzentration auf allen Breitengraden durchführen kann.

Deutschland und Frankreich wollen die Daten der Mission gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit Forschungslaboren verarbeiten und auswerten. Merlin soll im Jahr 2020 starten und in rund 500 Kilometern Höhe die Erde umkreisen.

Vorgestellt wurde die bilaterale Mission in Paris von Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWi und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und Thierry Mandon, Staatssekretär im französischen Ministerium für Bildung und Forschung. "Merlin ist das erste gemeinsame deutsch-französische Projekt in der Erdbeobachtung seit 1994. Mit diesem Schritt haben sich die beiden größten Raumfahrtnationen Europas entschieden, einen sichtbaren Beitrag zum besseren Verständnis der Ursachen des Klimawandels zu leisten", sagte Zypries.

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