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Erste Stratosphärenmessungen

Höhenforschungsflugzeug untersucht Klima über Asien

Mit Start in Kathmandu erforschte die M-55 Geophysika vergangene Woche in bis zu 20 Kilometern Höhe erstmals die Stratosphäre über dem asiatischen Sommermonsun. Die zu untersuchende Aerosolschicht besteht aus kleinen Tröpfchen und Staubteilen, die sich in großer Höhe auf das Klima auswirken.

Seit dem 27. Juli und bis Mitte August ist die russische Mjassischtschew M-55, ein ehemaliger Höhenaufklärer, für die Stratosphärenforschung im Einsatz. Neun Forschungsflüge unter Begleitung eines Höhenforschungsballonen sind ab Nepal, Bangladesch, China, Indien und Palau geplant. Das Projekt StratoClim (Stratospheric and upper tropospheric processes for better climate predications) wird von mehr als 30 wissenschaftlichen Organisationen aus 15 Ländern, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), durchgeführt. Die Projektleitung obliegt dem Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI).

In der Sommersaison beeinflusst der Monsun das Wettergeschehen der gesamten Nordhemisphäre. Große Luftmengen werden bis zu 16 Kilometer in die Höhe geschleudert. In der Stratosphäre verweilt diese Luft jahrelang und verbreitet sich weltweit. Auf Satellitenbilder ist zu erkennen, dass über dem Monsun eine dünne Wolke aus Aerosolen schwebt, die sich von der arabischen Halbinsel bis zur Ostküste Chinas erstreckt. Aerosole können je nach ihrer Zusammensetzung und der Wolkenbildung erwärmend oder abkühlend wirken, sodass ihr Effekt auf das Klima als eine der größten Unsicherheiten bei der Vorhersage von Klimaänderungen gilt.

Mit den Forschungsinstrumenten der Geophysika soll die Zusammensetzung der Luft, insbesondere der Eintrag von Aerosolvorläufergasen wie Schwefeldioxid und Stickoxiden in den oberen Luftschichten, studiert  werden. "Am Höhenforschungsflugzeug Geophysika haben wir zwei komplexe vollautomatische Messinstrumente  montiert“, sagt DLR-Atmosphärenforscher Dr. Hans Schlager. „Ein Ionen- und Spurengas-Massenspektrometer haben wir extra für diese Forschungskampagne entwickelt.“

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