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Kometenlander

Wieder Kontakt mit Philae

Erstmals nach über sechs Monaten ist am Samstagabend wieder ein Kontakt zum Lander Philae zustande gekommen.

Um 22.28 Uhr wurden in einem Zeitraum von 85 Sekunden über 300 Datenpakete empfangen. "Philae geht es sehr gut: Er hat eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfügt über 24 Watt", erläutert DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. "Der Lander ist somit betriebsbereit."

Bei der Analyse seiner Statusdaten hat sich laut DLR gezeigt, dass Philae auch zuvor schon wach gewesen sein muss: "Wir haben auch historische Daten erhalten - bisher war dem Lander allerdings noch nicht gelungen, mit uns Kontakt aufzunehmen."

Nun warten die Wissenschaftler auf den nächsten Kontakt. In Philaes Speichermedien stecken noch weitere 8000 Datenpakete, die dem DLR-Team Aufschluss darüber geben werden, wie die Bedingungen auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko zuletzt waren.

Philae hatte sich am 15. November 2014 um 1.15 Uhr abgeschaltet, nachdem der Batteriestrom aufgebraucht war. Der Betrieb auf dem Kometen hatte etwa 60 Stunden gedauert.

Seit dem 12. März 2015 war immer wieder die Kommunikationseinheit auf dem Orbiter Rosetta eingeschaltet, um den Lander zu rufen und seine Antwort zu empfangen. Dieser liegt an einer ungünstigen Stelle, hat bei der Annäherung des Kometen an die Sonne aber nun offenbar genügend Einstrahlung, dass die Solarzellen ausreichend Strom für den Betrieb erzeugen.

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