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Nachtstart in Kourou

Sojus bringt zwei Galileo-Satelliten ins All

Der Aufbau des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo schreitet weiter voran: Heute morgen startete vom Weltraumbahnhof Kourou eine Sojus-Rakete mit den Galileo-Satelliten Nummer fünf und sechs.

Um genau 04.08 Uhr MESZ hob heute morgen die Sojus-Rakete von ihrer Startrampe vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. An Bord waren die beiden Satelliten Alba und Oriana, die künftig als Teil des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo um die Erde kreisen werden. Die Satelliten sind die Nummer fünf und sechs und wurden von der OHB Systems AG entwickelt und gebaut.

Nach einem rund vierstündigen Flug erreichten sie ihre Umlaufbahn in 23.000 Kilometern Höhe. Marco R. Fuchs, der Vorstandsvorsitzende der OHB, sagte: "Obwohl wir inzwischen schon eine gewisse Startroutine bekommen haben, ist doch jeder Start wieder ein ganz besonderer Moment. Mein Dank geht an alle an diesem Erfolg beteiligten Galileo-Teams, die wieder einen großartigen Job gemacht haben."

Das ESOC-Kontrollzentrum in Darmstadt hat inzwischen auch erste Signale der beiden Satelliten empfangen und wird sie in den nächsten Tagen mit Funktionstests überprüfen. In der kommenden Woche soll das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen im Auftrag der ESA und der Europäischen Kommission die Verantwortung für Alba und Oriana übernehmen und später auch die Inbetriebnahme der Nutzlast.

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