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Luca Parmitano ist am 6. Februar 2020 von der ISS zur Erde zurückgekehrt. ESA

ESA-Astronaut Parmitano von der Raumstation zurück

Parmitano sechs Monate auf der Raumstation ESA-Astronaut zurück

ESA-Astronaut Luca Parmitano ist heute nach seschs Monaten auf der ISS zusammen mit der NASA-Astronautin Christina Koch und dem Roscosmos-Kosmonauten Alexander Skworzow auf die Erde zurückgekehrt.

Das Trio kehrte mit demselben Sojus-Raumschiff MS-13 zurück, mit dem Parmitano, Skworzow und der NASA-Astronaut Andrew Morgan am 20. Juli 2019 zur Raumstation geflogen waren. Die Landung erfolgte am 6. Februar um 10:12 Uhr MEZ in der kasachischen Steppe.

Parmitano fliegt nun direkt weiter nach Köln, wo er vom ESA-Team für Weltraummedizin überwacht wird, und sich im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA sowie in der DLR-Einrichtung :envihab wieder an die Schwerkraft der Erde gewöhnt.

Parmitanos Rückkehr zur Erde markiert den erfolgreichen Abschluss seiner Mission „Beyond“. Während dieser Mission war Parmitano der dritte Europäer und der erste Italiener, der das Kommando über die Internationale Raumstation übernommen hat.

Er führte vier komplexe Weltraumspaziergänge durch, um AMS-02, das Alpha-Magnet-Spektrometer zur Untersuchung der kosmischen Strahlung, zu warten. Mit 33 Stunden und 9 Minuten hält er nun den europäischen Rekord für die längste Zeit, die ein Astronaut insgesamt auf Weltraumspaziergängen verbracht hat.

Im Rahmen des Experiments Analog-1 steuerte Parmitano einen Rover in den Niederlanden aus dem Weltraum fern; außerdem übermittelte der Astronaut eine wichtige Botschaft zum Thema Klimawandel an die Verantwortlichen der UN-Klimakonferenz in Madrid und arbeitete an über 50 europäische Experimente und 200 internationalen Experimenten im All mit.

Zurück auf der Erde wird Parmitano weiterhin mit europäischen Forschern an Experimenten arbeiten, zum Beispiel zur Akustischen Diagnostik, wobei die Auswirkungen der ISS-Umgebung auf das Gehör von Astronauten untersucht wird. Beim TIME-Experiment analysieren Wissenschaftler, ob Astronauten die Zeit im Weltraum anders wahrnehmen als auf der Erde. Im Rahmen der Experimente Grip und GRASP werden unter anderem die Physiologie der Augen-Hand-Koordination und die Rolle der Schwerkraft bei der Regulierung der Griffkraft analysiert.