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Plasma-Antrieb für neue Galileo-Satelliten

Safran Aircraft Engines Plasma-Antrieb für neue Galileo-Satelliten

Safran Aircraft Engines stattet sechs Galileo-Satelliten der zweiten Generation mit dem Plasma-Triebwerk PPS5000 aus.

Die Plasma-Antriebe sind für die Galileo-Satelliten des französisch-italienischen Raumfahrtunternehmens Thales Alenia Space bestimmt. Die elektrischen Triebwerke haben eine Nennleistung von bis zu fünf Kilowatt und sind nach Angaben von Safran für alle Phasen im Leben eines Satelliten ausgelegt, von der Überführung in die Betriebsumlaufbahn bis zur Entsorgung in einem Friedhofsorbit am Ende der Mission.

Safran Aircraft Engines will die ersten PPS5000-Triebwerke bis Ende des ersten Quartals 2023 an Thales Alenia Space liefern. Die ersten Galileo-Satelliten sollen bis Ende 2024 gestartet werden.

Das PPS5000-Triebwerk wurde mit Unterstützung der französischen und europäischen Raumfahrtagenturen CNES und ESA entwickelt und im Juni 2021 vollständig qualifiziert. Zuvor war das Triebwerk mehr als 13.000 Stunden Volllast unter Vakuumbedingungen gelaufen, was mehr als der Lebensdauer für eine 15-jährige Mission im geostationären Orbit entspreche, so Safran.

Leichter Antrieb, mehr Nutzlast

Im Oktober 2021 führte das PPS5000 seinen Erstflug durch: als Antrieb des französischen Militärkommunikationssatelliten SYRACUSE IV von Thales Alenia Space. Der Satellit wird seine Orbitalposition in sechs Monaten erreichen.

"Wir fühlen uns sehr geehrt durch diesen neuen Vertrag, der unsere langjährige Partnerschaft mit Thales Alenia Space, ESA und CNES weiter stärkt und auch unsere Teilnahme an einem wichtigen strategischen Programm für die europäische Unabhängigkeit in der Raumfahrt markiert", so Olivier Ferrandon, Direktor für elektrische Weltraumantriebe bei Safran Aircraft Engines.

Insgesamt seien bisher 88 PPS5000-Triebwerke von Betreibern vollelektrischer Satelliten bestellt und 44 davon ausgeliefert worden, so Safran. Der Vorteil von elektrischen Satellitentriebwerken ist, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Antrieben deutlich leichter sind. Dadurch können Satelliten beispielsweise zusätzliche Nutzlasten mitnehmen.

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