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SpaceDataHighway

Schnelle Datenübertragung für Corpernicus

Das von Airbus betriebene European Data Relay Satellite System (EDRS) hat die regelmäßige Übertragung von Daten aller vier Sentinel-Erdbeobachtungssatelliten begonnen.

Sentinel-1A und -1B sowie -2A und -2B, die ersten beiden Satellitenpaare des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, nutzen den SpaceDataHighway im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der europäischen Raumfahrtagentur ESA, der EU und Airbus.

Seit der Einbindung in den SpaceDataHighway konnte die Sentinel-1-Konstellation nach Angaben von Airbus die von ihr produzierte Datenmenge um rund 50 Prozent vergrößern. Zudem werde die Aktualität der Daten für Erkundungen außerhalb Europas durch EDRS enorm verbessert. Das sei ein Vorteil, vor allem für die Routineüberwachung abgelegener Gegenden im Bereich seegestützter Anwendungen, für die Einschätzung von Naturkatastrophen und für Rettungseinsätze in Notfallsituationen.

EDRS basiert auf hochmoderner Lasertechnologie. Es soll einmal aus drei Satelliten bestehen, die pemanent über einem Netz von Bodenstationen positioniert werden. Die Relaissatelliten verbinden sich mittels Laserstrahlen mit den Sentinel-Satelliten und sammeln deren Daten.

EDRS soll ausgebaut werden

Der erste Satellite, EDRS-A, befindet sich seit Januar 2016 auf einem geostationären Orbit und bietet eine Abdeckung von der amerikanischen Ostküste bis Indien. Ein zweiter Satellit, EDRS-C, soll im Jahr 2018 starten. Er soll die Kapazität des Systems verdoppeln und die Abdeckung und Redundanz erhöhen. Airbus will das SpaceDataHighway-System um einen dritten Knoten, EDRS-D über der Region Asien-Pazifik, erweitern.

Das SpaceDataHighway-System ist eine öffentlich-private Partnerschaft von ESA und Airbus, wobei die Laserterminals von Tesat-Spacecom und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurden. Das System kann nach Angaben von Airbus täglich bis zu 40 Terabyte Daten von Erdbeobachtungssatelliten und unbemannten und bemannten Luftfahrzeugen übermitteln.

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