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Stratolaunch bläst eigene Raketenprogramme ab

    Trägerflugzeug verliert seine maßgeschneiderten Nutzlasten
    Stratolaunch bläst Raketenfamilie ab

    Das von dem verstorbenen US-Milliardär Paul Allen gegründete Unternehmen Stratolaunch hat die Entwicklung einer neuen Raketenfamilie abgeblasen. Diese hatte als wichtigste Nutzlast des eigenen Trägerflugzeugs gegolten, das direkt vor dem Erstflug steht.

    Stratolaunch bläst Raketenfamilie ab
    Foto: Stratolaunch Systems

    Die Webseite „GeekWire“ meldete die Einstellung der Entwicklungsarbeiten an der geplanten Raketenfamilie am Wochenende unter Berufung auf ungenannte Mitarbeiter bei Stratolaunch. Demnach sei, nur einen Monat nach dem Tod des Unternehmensgründers, die Entwicklung einer eigenen Raketenfamilie durch Stratolaunch beendet worden. Auch die dazu passenden, neuartigen „PGA“-Wasserstoffantriebe werden nicht mehr weiterentwickelt. Künftig konzentriere man sich auf die Vereinfachung des Betriebs, wofür nun das Trägerflugzeug Stratolaunch zum Erstflug gebracht werden solle.  Danach sei nur noch ein Demonstrationsstart mit einer angehängten „Pegasus XL“-Rakete geplant. Der Stratolaunch-Erstflug soll weiterhin 2019 stattfinden.

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    Laut „GeekWire“ drohe nach der Entscheidung mehr als 50 Stratolaunch-Mitarbeitern die Kündigung. 20 Beschäftigte arbeiteten aber weiter am Trägerflugzeug und seien unverändert mit dessen Erstflugvorbereitungen beschäftigt. Bisher hatte Stratolaunch eigene Raketen als maßgeschneiderte Startlasten für das Trägerflugzeug entwickeln wollen. Darunter war auch ein Entwurf für einen bemannten Raumgleiter.

    Stratolaunch hat den Bericht noch nicht offiziell bestätigt.

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