in Kooperation mit

Umweltüberwachungssystem der Europäischen Union

Zweiter Sentinel-Satellit gestartet

In der vergangenen Nacht wurde der Satellit Sentinel-2B gestartet. Mit dem Satelliten soll die Abbildungsqualität des EU Umweltüberwachungssystems Copernicus verdoppelt werden.

Sentinel-2B hob um 2:49 Uhr an der Spitze einer Vega-Trägerrakete vom Raumflughafen in Französisch-Guayana ab. Nach fünf erfolgreichen Zündungen setzte die Vega den Satelliten in der vorgesehenen, sonnensynchronen Umlaufbahn aus. Nun beginnt die Einsatzerprobungsphase mit der Überprüfung und Kalibrierung der Instrumente. In drei bis vier Monaten soll der Corpernicus-Satellit in den Regelbetrieb eingebunden werden. Bereits im Juni 2015 wurde der Zwillingssatellit Sentinel-2A gestartet.

Die Sentinel-Satelliten sind Teil des Copernicus-Programms. Sie sollen aus 786 Kilometern Höhe Veränderungen der Landoberfläche und Vegetation auf der Erde beobachten. Zum Einsatz kommen sogenannte multispektrale Imager (MSI), die hochauflösende Bilder im Infrarotbereich generieren. Erfasst wird ein 290 Kilometer breiter Abtaststreifen, also deutlich mehr als durch einen Erdbeobachtungssatelliten. Die Daten werden Behörden, Unternehmen, Wissenschaftlern und interessierten Bürgern kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Informationen sind insbesondere für die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft interessant.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat im Auftrag der Europäischen Kommission 339 Millionen Euro in die Entwicklung der beiden Satelliten investiert. Im Rahmen des Corpernicus-Programms sollen insgesamt 20 Satelliten zum Einsatz kommen.

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