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Weiteres Geld für Entwicklung

ESA fördert SABRE-Raketentriebwerk

Die europäische Raumfahrtagentur steuert 10 Millionen Euro für die Entwicklung des neuen Überschalltriebwerks SABRE des britischen Luft- und Raumfahrtunternehmens Reaction Engines bei.

Seit 2008 ist die ESA im technischen Management des SABRE (Synergetic Air-breathtaking Rocket Engine) involviert, nun steigt die europäische Raumfahrtagentur auch finanziell mit 10 Millionen Euro ein. Das gab die ESA im Rahmen der Farnborough International Airshow bekannt.

Mit dieser jüngsten Finanzspritze sei die Entwicklung eines Triebwerks für die Bodenerprobung bis 2020 möglich, schreibt Reaction Engines in einer Pressemitteilung. Im November 2015 ist BAE Systems mit 20 Prozent (20,6 Millionen Pfund) bei dem Luft- und Raumfahrtunternehmen eingestiegen, im Dezember hat die britische Regierung 60 Millionen Pfund investiert.

Das SABRE-Triebwerk ist ein Hybrid aus Jet- und Raketentriebwerk. Im Jetmodus soll SABRE bis Mach 5 erreichen, im Raketenmodus bis Mach 25. Nach Ansicht der ESA könnte das Triebwerk einmal für einstufige Raumfahrzeuge eingesetzt werden.

Ein Knackpunkt bei der Entwicklung sind Wärmetauscher, die die beim Hyperschallflug einströmende, heiße Luft stark abkühlen. Diese Pre-Cooler bestehen aus kleinen Röhrchen, durch die Helium mit einem Druck von 200 bar fließt. Um die Umgebungsluft im Raketenmodus als Oxidator nutzbar zu machen, muss sie in Sekundenbruchteilen von 1000 °C auf -150 °C gebracht werden, ohne dass sich dabei Eis bildet. Nach Angaben von Philippa Davies, Teamleiterin Turbomaschinen, wurde der Pre-Cooler bereits bei Raumtemperatur erfolgreich getestet. Demnächst sollen Versuche bei 1000 °C stattfinden.

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