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Weltraumschrott

Satellit als Müllabfuhr im All

Abgeworfene Raketenstufen, Sprengbolzen oder verlorenes Werkzeug: unzählige Trümmerteile schweben in der Erdumlaufbahn und sind ein Risiko für Satelliten und Raumfahrzeuge. Eine Forscherin der Universität der Bundeswehr in München plant nun eine Mission mit einem Satelliten, der selbständig Müll entsorgt.

Müll ist nicht nur auf der Erde ein Problem, sondern auch im Weltraum. Millionen Teile - ausgediente  Satelliten, Raketenstufen, abgeplatzte Lack- und Trümmerpartikel - schwirren im Orbit und gefährden aktive Satelliten. Doch wie lässt sich Weltraumschrott entsorgen?

Die Lösung für das Müllproblem im All könnte ADReS-A sein, ein Satellit, der Weltraumschrott entsorgt. Er ist ausgestattet mit einem Greifarm und kleinen Raketenantrieben, genannt "De-orbit Kits". Er soll in der Nähe von Trümmern ausgesetzt werden und ihnen ein "De-orbit Kit" anklemmen, mit dem sie einen Impuls bekommen und zum Absturz gebracht werden können.

Damit das Schrottteil nicht unkontrolliert auf die Erde stürzt, wird in der Bodenleitstelle entschieden, an welchem Punkt das Ersatztriebwerk abgefeuert wird.

Im Rahmen des Projekts "Sicherheit im Orbit" der Universität der Bundeswehr in München, dem DLR und Munich Aerospace sollen zunächst fünf abgebrannte Raketenoberstufen entsorgt werden. "Dafür haben wir insgesamt ein Jahr Zeit", sagt Susanne Peters, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Raumfahrttechnik und Weltraumnutzung der Universität der Bundeswehr in München. Sie plant die Mission von ADReS-A und wurde dafür mit mit dem Amelia Earhart Fellowship ausgezeichnet.

Nach Angaben der Universität der Bundeswehr in München könnte das Müllentsorgungssystem im All in 15 Jahren einsatzbereit sein.

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