in Kooperation mit
Die Airbus Helicopters H145 LUH SAR lösen die Bell UH-1D in der Rolle des Rettungshubschraubers bei den Heeresfliegern ab. Airbus Helicopters/Heinz

Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr

Erste H145 LUH SAR geliefert

Mehrere Monate vor dem vereinbarten Termin hat Airbus Helicopters die erste H145 für den SAR-Dienst der Bundeswehr an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr übergeben.

Insgesamt wurden sieben Hubschrauber dieses Typs bestellt. Sie werden die in die Jahre gekommenen Such- und Rettungshubschrauber vom Typ Bell UH-1D ersetzen, die derzeit noch von der 7. Staffel des Transporthubschrauberregiments 30 in Niederstetten eingesetzt wird.

Die neuen Maschinen sollen an den Standorten Niederstetten, Holzdorf und Nörvenich stationiert werden. Die letzten H145 LUH SAR (Light Utility Helicopter Search and Rescue) sollen Anfang 2021 nach Abschluss des Trainings ausgeliefert werden. Airbus Helicopters ist auch für die Wartung, Instandsetzung und logistische Betreuung der Hubschrauber zuständig.

Die H145 LUH SAR verfügen unter anderem über Hochleistungskameras, Suchscheinwerfer, Ortungssysteme für Notsender, eine vollwertige medizinische Ausrüstung, Rettungswinden sowie Lasthaken, die beispielweise für den Einsatz von Feuerlöschbehältern genutzt werden können. Erkennbar sind sie an der charakteristischen Lackierung der Türen in grellem Orange mit blauer Aufschrift „SAR“.

Hubschrauber der H145-Familie befinden sich bereits bei der Luftwaffe für die Unterstützung von Spezialkräften im Dienst. „Wir sehen für das flexible und zuverlässige Muster noch wesentlich mehr Möglichkeiten für eine breite Palette von Aufgaben in allen Teilstreitkräften“, sagte Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland.

Übergabe des ersten H145 LUH SAR bei Airbus Helicopters in Donauwörth am 10. Dezember 2019.
Airbus Helicopters
Übergabe der ersten H145 LUH SAR in Donauwörth am 10. Dezember 2019.

60 Jahre Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr

Die Bundeswehr feierte erst vor wenigen Tagen die 60-jährige Geschichte des Such- und Rettungsdienstes. Er wurde zur Unterstützung der eigenen sowie verbündeten Streitkräfte deutschlandweit eingerichtet. 1958 stellte die Marine das erste SAR-Kommando in Kiel-Holtenau in den Dienst gestellt. Rund ein Jahr später, 1959, wurde die 1. Luftrettungsverbindungsstaffel der Luftwaffe in Faßberg aufgestellt. Den ersten Einsatz führte diese Staffel am 26. August 1959 erfolgreich durch.

Die Leitstelle befindet sich in Münster. Allein im Jahr 2017 sind dort 743 Alarmmeldungen eingegangen, 2018 waren es 761. Rund um die Uhr stehen die Soldaten dazu mit den Leitstellen etwa der Feuerwehr, des Luftfahrtbundesamtes oder auch der Deutschen Flugsicherung in Verbindung. „Dazu kommen natürlich noch Einsätze etwa bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder bei Waldbränden. Die SAR-Leitstellen alarmieren grundsätzlich nur auf Hilfeersuchen der zivil tätigen Behörden. Verlässt der Einsatzbefehl die Leitstelle, sind die Hubschrauberbesatzungen der Kommandos, Nörvenich, Niederstetten oder Holzdorf in 15 Minuten in der Luft.

Zur Startseite