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Roboter im Einsatz

Struktursanierung für Schweizer F/A-18 Hornet

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Mit der ersten präventiven Modifikation am Flugzeug J-5003 wurde ein wichtiger Meilenstein im zweiten Struktursanierungsprogramm für die F/A-18-Flotte der Schweizer Luftwaffe erreicht.

Bei dem Teilprojekt wurde erstmals in der Schweiz ein Roboter für die Arbeiten eingesetzt. Es ging darum, an einem Spant im vorderen Rumpfbereich für Mikrorisse anfällige oberste Schicht mit der Fräse zu entfernen und die Geometrie lokal zu optimieren. Ziel ist es, die Rissentwicklung an dieser Stelle zu verhindern und dadurch Inspektionen und komplizierte Reparaturen zu vermeiden.

Der Einsatz eines Roboters hat gegenüber der manuellen Arbeit den entscheidenden Vorteil, dass sehr präzises Fräsen und eine konstante Ausführung möglich sind. Im Laufe der Arbeit am Prototyp wurde interessanterweise an einer der vier bearbeiteten Stellen tatsächlich ein Riss entdeckt. Dies war allerdings erwartet worden und der Schaden konnte durch tieferes Fräsen behoben werden. Der Roboter wurde im Vorfeld bereits entsprechend programmiert.

Die RUAG ist für die Entwicklung der Modifikationen sowie die Inspektionen zuständig. Das kanadische Unternehmen L3-MAS hat sich als Zulieferer von RUAG für die Modifikationen mittels Roboter durchgesetzt, dies dank seiner grossen Erfahrung auf diesem Gebiet, welche das Unternehmen im Rahmen von Arbeiten für die Royal Canadian Air Force (RCAF) sammeln konnte.

Das größte Problem der Modifikationen mithilfe von Robotern sind die Entwicklungskosten. Der armasuisse gelang es jedoch, Finnland vom Nutzen der Modifikationen zu überzeugen, so dass die Kosten für die Schweiz halbiert werden konnten.

Die Entwicklungsarbeiten hatren  im Sommer 2015 begonnen und kamen mit dem Prototyp J-5003 zum Abschluss. Das Budget wurde laut armasiusse eingehalten und die Arbeiten können über ein Jahr vor dem ursprünglich geplanten Termin abgeschlossen werden, was ohne die Unterstützung der RCAF nicht möglich gewesen wäre.

Das SRP2 (Struktursanierungsprogramm) umfasst insgesamt 209 Inspektionen und 54 Modifikationen. Die Inspektionen müssen die Flugsicherheit garantieren, während die Modifikationen Schäden verhindern sollen. Die mittel- und langfristige Flottenverfügbarkeit wird dadurch verbessert und die Betriebskosten können gesenkt werden.

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