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Schwerlasthubschrauber

Sikorsky CH-53K soll auf die ILA

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Neben der F-35 hat Lockheed Martin in Deutschland derzeit noch ein weiteres Eisen im Feuer. Die CH-53K King Stallion der Tochterfirma Sikorsky ist einer der Kandidaten für den Kauf eines neuen Schwerlasthubschraubers für die Luftwaffe, um die veralteten CH-53G abzulösen.

Um der Chinook von Konkurrent Boeing nicht wie beim Hubschrauberforum in Bückeburg im letzten Juni das Feld zu überlassen, hofft der Hersteller, auf der ILA im kommenden April einen der Prototypen präsentieren zu können.

Eine formelle Angebotsaufforderung für den neuen Helikopter wird für kommenden Sommer erwartet, wenn die schwierige Regierungsbildung in Berlin nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Unabhängig davon sind beide US-Hersteller derzeit bemüht, ihre Positionen zu verbessern. Boeings Strategie dabei: publikumswirksam Aufträge an deutsche Zulieferer zu verteilen. Jüngstes Beispiel ist dabei die Aircraft Philipp Group aus Übersee in Bayern, die einen „Fünfjahresvertrag über die Fertigung von Bauteilen für die weltweite Flotte des H-47 Chinook“ erhielt.

Sikorsky wiederum plant, Anfang des kommenden Jahres eine Reihe von Kooperationen mit „einer guten Auswahl von großen und kleinen Firmen aus Deutschland“ abzuschließen. Einheimische Unternehmen sollten eine führende Rolle bei der Betreuung des schweren Transporthubschraubers über die Einsatzdauer spielen. MTU ist dabei in seiner Rolle als Partner beim GE-Triebwerk bereits im Boot.

Neben Deutschland sieht Sikorsky auch Chancen für den Export der CH-53K nach Israel. Brigadegeneral Nir Nin-Nun ließ sich jedenfalls Anfang November beim Navy-Testzentrum in Patuxent River in die Fähigkeiten des neuen Musters einweisen und durfte einen 90-minütigen Probeflug machen.

In Patuxent River, Maryland, läuft derzeit ein Teil der Flugerprobung der King Stallion, die bis 2019 ihre anfängliche Einsatzbereitschaft beim US Marine Corps erreichen soll. Der Kauf von 200 Hubschraubern ist geplant, wobei der in der derzeitigen Vorserie noch horrende Stückpreis auf im Schnitt 88 Millionen Dollar (75 Mio. Euro) sinken soll. Dies ist im Vergleich zur Chinook immer noch sehr hoch, doch argumentiert man bei Sikorsky mit der neueren Technologie (Fly-by-Wire, einfache Wartung) und den weit besseren Leistungen.

FLUG REVUE Ausgabe 01/2018

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