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Untersuchungsbericht

Wartungsfehler führte zu Tiger-Absturz in Mali

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Die Flugunfallermittler stellten fest, dass „die allein unmittelbare und direkte Ursache des Flugunfalls eine fehlerhafte Einstellung der Flugsteuerung“ durch Techniker von Airbus Helicopter war, so die Bundeswehr.

Die Techniker waren für die Einstellarbeiten nicht ausreichend qualifiziert, heißt es inoffiziell. Sie setzten einen Endanschlag bei der Steuerung falsch.

Die Tiger-Besatzung flog zum Zeitpunkt des Unfalls mit hoher Geschwindigkeit in etwa 500 Meter Höhe mit Unterstützung des Autopiloten. Die Aufgabe des Autopiloten lag darin, Auf- und Abwärtsbewegungen des Hubschraubers im Flug auszugleichen. Zum Zeitpunkt des Flugunfalls geriet die Steuerung an den falsch gesetzten Endanschlag.

Infolgedessen schaltete sich der Autopilot aus, da er fälschlicher Weise einen Eingriff des Piloten annahm. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Hubschrauber in einer Nickbewegung nach vorn.

Die Piloten müssen von dieser Bewegung total überrascht worden sein. Die sich plötzlich verändernde Luftströmung beschleunigte in einem sogenannten „Windradeffekt“ den Rotor sehr stark. Dabei wurde die Belastbarkeit der dynamischen Bauteile der Maschine überschritten und der Rotorkopf zerlegte sich. All das passierte innerhalb weniger Sekunden.

Die beiden erfahrenen Piloten waren sehr gut ausgebildet. Sie hatten aufgrund des plötzlichen Eintritts der Ereignisse und der starken Beschleunigungskräfte keine Chance.

Die fehlerhafte Einstellung der Steuerung bei dem abgestürzten Tiger wurde im Zuge der Untersuchungen bei keinem anderen Hubschrauber dieses Typs der Bundeswehr festgestellt. Es handelt sich um einen tragischen Einzelfall. Daher konnte der Flugbetrieb der gesamten Tiger-Flotte rasch wieder aufgenommen werden.

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