Vergangene Woche brannte es auf dem größten Flugzeugträger der USA, der USS Gerald R. Ford (CVN-78). Mit dem Krieg gegen den Iran hatte das Feuer nichts zu tun. Es war in der Wäscherei ausgebrochen.
Die Besatzung soll mehr als 30 Stunden lang gegen die Flammen gekämpft haben, berichtete die New York Times. Das Feuer soll von einem Wäschetrockner ausgegangen sein.
Das US-Zentralkommando bestätigte zwei Verletzte. Lebensgefährlich verletzt wurde keiner der beiden. Allerdings erlitten zahlreiche Besatzungsmitglieder Rauchvergiftungen und ihre Schlafplätze aufgeben mussten. Die Wäscherei ist zunächst nicht benutzbar.
Nun ist der Flugzeugträger für Reparaturen auf dem Weg nach Kreta in die Souda-Bucht, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Wie lange der Träger in Kreta bleiben soll, ist unklar. Auch der Umfang der Schäden ist bisher nicht offiziell bestätigt.
Schwere Probleme auf der USS Ford
Die USS Ford hatte bereits wiederholt mit Sanitäranlagen-Problemen zu kämpfen. Die 650 Toiletten an Bord sind schlecht konstruiert und fallen regelmäßig aus.
Außerdem sind Träger und Besatzung seit zehn Monaten auf See. Erst orderte Verteidigungsminister Pete Hegseth den Träger von der Mittelmeerregion in die Karibik, um Druck auf Venezuelas Führung auszuüben. Von dort aus wurde das Schiff in den Nahen Osten kommandiert, wo es jetzt in die dritte Woche des Kriegs zwischen Israel, den USA und dem Iran verwickelt ist.
Ein Ende des langen Einsatzes ist bisher nicht in Sicht. Die Stimmung auf dem Schiff dürfte (nicht nur) angesichts der anhaltenden Sanitärprobleme allerdings leiden. Diverse Kommentatoren in den sozialen Medien mutmaßten gar, die verstopften Toiletten könnten das Ergebnis absichtlicher Sabotageakte von Besatzungsmitgliedern sein, die damit ihrem Protest gegen die Befehle der US-Führung Ausdruck verleihen wollten. Bestätigen lassen sich derlei Hypothesen freilich nicht.
Ersatz auf dem Weg?
Die USS George H.W. Bush (CVN 77) und die ihn begleitende Flugzeugträgerkampfgruppe 10 haben ihre gemeinsame Übung (COMPTUEX) am 5. März erfolgreich abgeschlossen. Damit ist die Kampfgruppe nun für größere Kampfeinsätze zertifiziert. Das deutet darauf hin, dass sie demnächst gemeinsam mit der USS Abraham Lincoln (CVN-72) im Mittelmeer eingesetzt wird. Eventuell könnte die USS Bush die USS Ford dort während längerer Reparaturen ersetzen.












