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Eine A350 führt den längsten Nonstop-Flug der Lufthansa von Hamburg auf die Falkland-Inseln durch. Lufthansa

Lufthansa A350 auf Rekordflug zu den Falkland-Inseln

UPDATE: 13303 Kilometer in 15:37 Stunden Lufthansa A350 auf den Falkland-Inseln

Am Montagmorgen landete der der Airbus A350-900 "Braunschweig" nach dem längsten Nonstopflug in der Geschichte der Lufthansa auf den Falkland-Inseln. Polarforscher wurden nach Mount Pleasant gebracht.

Die D-AIXP setzte nach einer Flugstrecke von 13303 Kilometern um 9:01 Ortszeit (13:01 MEZ) auf der Bahn 28 der Basis der Royal Air Force auf. Die Flugzeit betrug damit 15:37 Stunden, so die Daten von Flightradar24. Angekündigt hatte die Lufthansa die Strecke mit 13700 Kilometern, allerdings mit einer Route näher an der südamerikanischen Ostküste.

Gestartet war der Airbus um 21:23 Uhr am Sonntag in Hamburg. An Bord: 16 Crewmitglieder und 92 Passagiere. Über Frankreich und Spanien ging es die afrikanische Westküste entlang und dann hinaus auf den Südatlantik, wo gegen 9:00 Uhr am Montag etwa die Höhe von Sao Paulo erreicht wurde.

Eine A350 führt den längsten Nonstop-Flug der Lufthansa von Hamburg auf die Falkland-Inseln durch. Hier die Crew am 31. Januar 2021 vor dem Start.
Lufthansa
Crew der A350-900 vor dem Flug auf die Falkland-Inseln.

An Bord des Sonderfluges waren Wissenschaftler und Schiffbesatzungen, die im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts und des Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, die für die kommende Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern vorgesehen sind.

Da die Hygieneanforderungen rund um diesen Flug extrem hoch sind, war die Lufthansa Crew bereits vor zwei Wochen zeitgleich mit den Passagieren in einem Bremerhavener Hotel in Quarantäne gegangen. Begleitet wurden sie in dieser Zeit von einem virtuellen Informations- und Sportprogramm. So absolvierten sie einen 10.000-Schritte Wettbewerb, eine Idee der Lufthansa Crew, um sich in der ersten Woche der Zimmerquarantäne fit zu halten. Dazu kamen interne Vorträge der mitreisenden Wissenschaftler.

Crew und Reiseteilnehmer wurden am Sonntag mit einem Bus von Bremerhaven nach Hamburg gebracht. Mit einem eng abgestimmten Hygienekonzept stellte der Flughafen Hamburg für Crew und Expeditionsteilnehmer ein kontaktloses Boarding sicher. Dabei wurden zum Teil stillgelegte Terminalbereiche genutzt, so dass kein Kontakt zu anderen Reisenden entstand.

Autonome Abfertigung in Mount Pleasant

Bereits am Sonntagnachmittag war die A350-900 aus Frankfurt nach Hamburg überführt worden. Das Catering fand in Frankfurt statt. Zwei Mitarbeiter waren per Video mit der Crew in Bremerhaven in Kontakt, um sicherzustellen, dass alles Notwendige an Bord ist. Eine Nachbeladung ist am Zielort nicht mehr möglich.

Außerdem wurden Reinigungsmaterial und Staubsauger für die Falklandinseln mitgegeben, da es örtlichen Bodencrews nach der Landung nicht erlaubt ist, an Bord zu gehen. Zur Lufthansa Crew gehören daher auch Techniker und Bodenpersonal für die Abfertigung und Wartung vor Ort.

Um den Flug angenehm zu gestalten, reisten die Passagiere in der Business Class und in der Sleeper's Row. Hierzu wird in der Economy Class eine Sitzreihe mit einer Matratze, Decke und Kissen ausgestattet. Die A350-900 verfügt außerdem über eine Lichttechnik, die den Schlaf-/Nachtrhythmus unterstützt.

Wissenschaftliches Personal und Besatzungsmitglieder werden nach der Landung auf den Falklandinseln mit dem Forschungsschiff Polarstern ihre Weiterreise in die Antarktis fortsetzen. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben auf den Falklandinseln wird sich die Lufthansa Crew nach der Landung erneut in Quarantäne begeben. Der Rückflug startet am 3. Februar unter der Flugnummer LH2575 mit Ziel München. An Bord sind teilweise Besatzungen der Polarstern, die am 20. Dezember in Bremerhaven aufgebrochen waren.