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Abspaltung der Tochter für touristische Flüge

airberlin verkauft NIKI an Etihad

airberlin hat am Montag den Verkauf ihrer Anteile an NIKI bekannt gegeben. Für 300 Mio. Euro steigt Etihad bei der österreichischen Airline mit EU-Verkehrsrechten ein, ohne damit juristisch "die tatsächliche Kontrolle" oder "Mehrheitseigentum" zu erlangen.

Berlin und Düsseldorf sind die beiden wichtigsten Drehscheiben im Streckennetz von airberlin. Die Fluggesellschaft will ihr touristisches Geschäft abspalten und sich mehr auf Geschäftsreisende konzentrieren. Foto und Copyright: airberlin

Der Verkauf von NIKI durch airberlin setze einen Meilenstein bei der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, meldete airberlin am Montag. Die Transaktion ebne den Weg für ein vereinfachtes Geschäftsmodell und stärke die finanzielle Position von airberlin. Mit der geplanten Abspaltung des Touristikgeschäfts ab Sommer 2017 hoffe man auf neues Wachstum auf der Langstrecke und reduziere saisonbedingte Schwankungen.

Der Verkauf der durch airberlin an NIKI gehaltenen Anteile an Etihad für 300 Millionen Euro stehe noch unter dem Vorbehalt entsprechender behördlicher Genehmigungen. Etihad werde kein Mehrheitseigentum und keine tatsächliche Kontrolle über NIKI erlangen, meldete airberlin. Damit behielte das Unternehmen seine EU-Verkehrsrechte.

Stefan Pichler, CEO von airberlin, sagte: „Wir vollziehen einen entscheidenden Schritt in Richtung unserer neuen strategischen Ausrichtung. Mit dieser Transaktion vereinfachen wir unser Geschäftsmodell, machen uns unabhängiger von saisonalen Flugzielen und verbessern unsere finanzielle Situation. Schritt für Schritt entwickelt sich airberlin zu einem Netzwerk-Carrier mit innerdeutschem und europäischem Verkehr mit Anschluss an unsere Drehkreuze für die Langstrecke in Berlin und Düsseldorf.“

Im Zuge der Transaktion passt airberlin ihr europäisches Netzwerk an, um sich auf ein ganzjähriges Geschäftsreiseangebot in Deutschland, Italien, den Nordischen Ländern und Osteuropa konzentrieren zu können. Mit Beginn des Sommerflugplans überträgt airberlin ihre Slots für bestimmte touristische Mittelstrecken-Destinationen in Südeuropa einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeiras, Nordafrikas und der Türkei an NIKI. Italien ist davon ausgenommen. Die Transaktion beendet außerdem die bestehende Wet-Lease-Vereinbarung von 14 Flugzeugen von TUIfly.

Das Langstreckengeschäft inklusive von acht Destinationen in den USA, der Ziele in der Karibik sowie Abu Dhabi als Drehkreuz des Airline-Partners Etihad Airways bleibt weiterhin Bestandteil des airberlin Netzwerks. Der aktuelle Flugplan behält seine Gültigkeit. Sollten Flüge von NIKI übernommen werden, will airberlin ihre Passagiere informieren.

Stefan Pichler, CEO airberlin, fügte hinzu: „Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Kapazitäten anzupassen und unsere Flotte zu vereinfachen. Unser neuer Flugplan wird gezielt auf den Stärken unseres aktuellen Streckennetzes und Flugplans aufbauen. Wir investieren weiterhin in die Erweiterung des Geschäftsreiseangebots, eine stärkere Vernetzung sowie den Ausbau unseres profitablen Langstreckenprogramms, insbesondere zu Zielen in den USA.“

airberlin beförderte im Jahr 2015 mehr als 30,2 Millionen Fluggäste und ist Mitglied in der Luftfahrtallianz oneworld. Etihad Airways hält 29,21 Prozent der Anteile an airberlin.

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