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Air Baltic sichert Finanzierung für CSeries

Nicht nur Bombardier erhält staatliche Hilfen für die CSeries. Auch Air Baltic braucht öffentliches Geld, um ihren Programmauftrag zu stemmen.

Seit Dienstag steht der vorher latent gefährdete CSeries-Auftrag von Air Baltic wieder auf festen Füßen. Lettland will der Airline finanziell aushelfen und lässt zusätzlich einen Investor an Bord.

Der deutsche Geschäftsmann Ralf-Dieter Montag-Girmes soll für 52 Millionen Euro einen Minderheitsanteil erwerben. Lettland will diesen Einstieg als Brückenlösung verstanden wissen, bis ein strategischer Partner für Air Baltic gefunden ist. Dann kann der Staat den Anteil zurückkaufen.

Lettland gehören 99,8 Prozent der Airline. Die Regierung verständigte sich am Dienstag darauf, Air Baltic für eine Flottenerneuerung 80 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. "Das erlaubt es uns, den Kauf von Bombardier-Flugzeugen zu finanzieren", sagte Air-Baltic-Chef Martin Gauss.

Air Baltic hat 13 CSeries bestellt und erwartet das erste Flugzeug im September 2016. Ein negatives Eigenkapital von 75 Millionen Euro erschwerte Air Baltic eine Fremdfinanzierung der Flugzeuge. Das lettische Parlament muss der Lösung noch zustimmen.

Bombardier kündigte im Oktober an, 49,5 Prozent des CSeries-Programms für eine Milliarde US-Dollar an die Provinzregierung Quebec zu verkaufen. Zeitgleich schrieb der Konzern 3,2 Milliarden US-Dollar auf die finanziell aus dem Ruder gelaufene Neuentwicklung ab.

Der letzte CSeries-Auftrag ging bei Bombardier im September 2014 von der australischen Macquarie Group ein.

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