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easyJet rechnet mit Brexit-Delle im dritten Quartal

Nach IAG macht auch easyJet im Lichte des Brexit eine neue Rechnung auf. Der Günstigflieger stellt sich für das dritte Quartal auf eine Brexit-Delle in den Buchungen ein und erwartet 28 Millionen Pfund weniger Gewinn. Die easyJet-Aktie setzt ihren steilen Sinkflug auch am Montag fort.

Seit dem Referendum büßte easyJet rund ein Viertel an Börsenwert ein. Nach Daten des Welt-Airlineverbands IATA verteilt easyJet 49 Prozent ihrer Kapazitäten auf Flüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den übrigen EU-Staaten - der Brexit trifft easyJet besonders hart.

easyJet habe "die Regierung des Vereinigten Königreichs und die Europäische Kommission darum gebeten, den Verbleib des Vereinigten Königreichs im EU-Luftverkehrsbinnenmarkt (...) zu priorisieren", reagierte easyJet-Chefin Carolyn McCall noch am Freitag auf die Schocknachricht.

Für das dritte Quartal rechnet easyJet jetzt mit verschärftem Preisdruck. Einen bereits erwarteten Erlösrückgang um 7,0 Prozent korrigierte easyJet am Montag auf 8,6 Prozent nach oben - und auch diese Annahme gelte nur für den Fall, dass das britische Pfund nicht weiter an Wert verliere.

Neben den schwer absehbaren kurzfristigen Folgen des Brexit-Votums belasten Fluglotsen-Streiks in Frankreich und wetterbedingte Flugausfälle die Geschäfte der Airline.

Der British-Airways-Mutterkonzern British Airways IAG verabschiedete sich am Freitag von seinem Ziel, das operative Ergebnis mit mehr Dynamik zu steigern als 2015. In der Fernlichtperspektive will Airline-Chef Willie Walsh allerdings keine nachteiligen Folgen des Brexit für die Geschäfte der IAG erkennen.

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