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GoAir sieht Chancen für Günstigflüge nach Europa

GoAir wird es im indischen Inlandsverkehr zu eng. Die vom früheren airberlin-Vorstand Wolfgang Prock-Schauer geführte Günstigairline kann sich internationale Flüge vorstellen. Nach der Auslieferung des ersten Airbus A320neo Anfang Juni nehmen die Langstrecken-Pläne bei GoAir Form an.

GoAir verstärke mit 72 A320neo zunächst ihr Inlandsnetz und werde in naher Zukunft "auch internationale Strecken fliegen", sagte Prock-Schauer bei der Auslieferung des ersten Flugzeugs.

GoAir habe ihre Absicht bekundet, "nächstes Jahr internationale Flüge ins Programm zu nehmen" und Europa sowie die Golfregion als potenzielle Ziele genannt, zitiert die Zeitung "Gulf News" Indiens Minister für Zivilluftfahrt R N Choubey. Entsprechende Streckenrechte habe GoAir allerdings noch nicht beantragt.

IndiGo und Spicejet verlassen bereits den indischen Luftraum und fliegen in die Golfstaaten und Richtung Asien. Tickets nach Europa bieten die beiden größten Konkurrenten von GoAir bisher allerdings nicht an.

Nach der indischen "5/20"-Regel muss eine Airline fünf Betriebsjahre nachweisen und über mindestens 20 Flugzeuge verfügen, um für internationale Flüge eine Genehmigung zu erhalten. Die Auslieferung der ersten A320neo qualifizierte GoAir als 20. Flugzeug der Flotte formal für die Langstrecken-Ops.

GoAir fliegt die A320neo mit 186 Sitzen. Weil dem Flugzeug, zumindest in dieser Auslegung, die erforderliche Reichweite für Nonstop-Flüge von Indien nach Europa fehlt, könnten der Airline Langstrecken mit einer Zwischenlandung vorschweben.

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