in Kooperation mit
7 Bilder

Atemtest vor jedem Einsatz

airBaltic kündigt Alkoholkontrollen für fliegendes Personal an

Die Fluggesellschaft airBaltic hat zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verhängt, nachdem eine Flugzeugbesatzung in Norwegen unmittelbar vor einem Flugeinsatz alkoholisiert aufgriffen worden war.

Die lettische Fluggesellschaft airBaltic hat zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verhängt, nachdem zwei Piloten und zwei Flugbegleiter der Airline in Norwegen vor einem Start nach Griechenland festgenommen worden waren. Die Besatzung von Flug BT7843 von Oslo nach Chania hatte am vergangenen Sonnabend, dem 8. August, noch unmittelbar vor Einsatzbeginn verbotenerweise Alkohol im Blut. Vier der fünf fliegenden Mitarbeiter hatten Alkoholpegel oberhalb des Grenzwerts von 0,2 Promille im Blut. In Norwegen droht ihnen nun eine Haftstrafe. Wegen Fluchtgefahr sitzt der Erste Offizier in Haft. Die 109 Passagiere des Fluges mussten auf die Ankunft einer Austauschmannschaft warten.

airBaltic erklärte, Sicherheit sei ihre Top-Priorität. Sie habe mit sofortiger Wirkung ihre täglichen Atem-Alkoholkontrollen nach dem Zufallsprinzip verstärkt, die man auch schon in der Vergangenheit an allen Tagen des Jahres durchgeführt habe. Darüber hinaus werde künftig eine grundsätzliche Atem-Alkoholkontrolle für das gesamte "sicherheitskritische" Personal und bei jedem Dienstantritt eingeführt.

Die vier in Norwegen aufgefallenen Mitarbeiter seien bereits suspendiert worden. Ihre Entlassung werde vorbereitet. airBaltic entschuldige sich bei den Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten und danke den norwegischen Behörden und dem Flughafen für ihre Hilfe bei der Durchsetzung der airBaltic-Sicherheitsprinzipien. Es gebe eine mehrlagiges Kontrollsystem und man habe keinerlei Toleranz gegenüber Regelverstößen. Die staatliche, lettische airBaltic bedient ab Riga 60 Ziele mit einer Flotte von 25 Flugzeugen, darunter 13 Boeing 737 und 12 Bombardier Q400Next Gen.

Zur Startseite