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British Airways macht Piloten zu Flugbegleitern

Bedarf bei Tochter CityFlyer British Airways macht Piloten zu Flugbegleitern

British Airways fehlen Flugbegleiter. Die Regionaltochter CityFlyer sucht Aushilfen in den eigenen Reihen: Bürokräfte und Piloten sollen an der Schwelle zum Sommerflugplan drohende Crewengpässe abwenden. Das fliegende Personal wittert hinter dem Programm eine Finte.

British Airways hat in der Krise 10.000 Mitarbeitende entlassen, fast die Hälfte dieses Kahlschlags spielte sich in der Kabine ab. Nun sucht die Airline händeringend 3.000 Flugbegleiter. Mindestens. Besonders bei der Regionaltochter CityFlyer scheint eine Lücke zwischen Bedarf und Deckung zu klaffen. Die Airline will im Programm "Take to the Skies" jetzt Mitarbeitende aus der Verwaltung und Piloten vorerst bis Mai für Einsätze als Flugbegleiter gewinnen.

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Piloten halten sich zurück

Nach einem Intensivkurs teilt CityFlyer die Teilnehmer – zu deren bisherigen Bezügen – als Flugbegleiter ein. Hierüber berichtete zunächst das Crewportal "Paddle Your Own Kanoo". Zumindest unter Piloten soll die Resonanz auf das Angebot eher verhalten ausfallen – die Piloten wollen sich nicht in einen schwelenden Tarifkonflikt zwischen British Airways und Flugbegleitern hineinziehen lassen. Der Konzern hatte bereits 2010 Personal aus anderen Bereichen als Streikbrecher in den Kabinen eingesetzt.

Gehaltsplus für die Kabine

Zuletzt zeichnete sich allerdings eine Verhandlungslösung für die Flugbegleiter ab. British Airways und die Gewerkschaft Unite haben neue Vergütungsverträge abgesteckt, die ein Gehaltsplus von zunächst fünf Prozent für 2022 plus Bonuszahlungen vorsehen. Sofern der Erholungstrend anhält, will British Airways die Gehälter 2023 um weitere 10 Prozent erhöhen.

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