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Berner Regionalfluggesellschaft

SkyWork Airlines hat Betrieb eingestellt

Nach der Landung der letzten flugplanmässig ankommenden Maschine in Bern stellte SkyWork Airlines am Mittwochabend den Flugbetrieb ein.

„Nach gescheiterten Verhandlungen mit einem möglichen Partner sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht mehr gegeben, den Betrieb weiterzuführen“, teilte das Unternehmen mit. Die Firma muss auf Basis des Obligationenrechts wegen Überschuldung den Konkursrichter benachrichtigen. Die weiteren Schritte liegen nun beim Richter.

„Mit der Stilllegung von SkyWork Airlines verabschiedet sich die letzte echte Schweizer Linienfluggesellschaft vom Himmel“, so das Unternehmen, das sieben Jahre aktiv war und nun seine Betriebsbewilligung freiwillig an das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zurückgegeben hat.

Von der Einstellung des Flugbetriebes sind auch rund 11000 Passagiere betroffen, die ihre Flugtickets bereits bezogen haben. Für sie wird eine Hotline eingerichtet.

SkyWork hatte schon im vergangenen Jahr wirtschaftliche Schwierigkeiten und konnte nur durch frisches Geld am Leben gehalten werden. Zuletzt waren etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt, die mit einer Flotte von sechs Saab 2000 von Bern aus Ziele wie Amsterdam, Wien oder Berlin und Hamburg anflogen.

SkyWork Airlines führte etwa 60 Prozent der Flüge am Hauptstadtflughafen in Bern durch. Daher verursacht die Pleite beim Flughafen einen erheblichen Umsatzrückgang. „Die Existenz des Flughafens ist jedoch nicht unmittelbar gefährdet“, hieß es. „Verwaltungsrat und operative Leitung haben für diesen Fall Szenarien erarbeitet, deren Umsetzung von den Ergebnissen der Akquisitionsbestrebungen abhängt“.

Dass die Nachfrage nach einem Angebot von Linien- und Charterstrecken vorhanden ist, haben die letzten Jahre gezeigt. Im Einzugsgebiet des Flughafens leben rund 3 Mio. Einwohner und wirken rund 4000 Unternehmen, wobei das jährliche Passagieraufkommen schon knapp 300000 Fluggäste erreichte.

„Der Flughafen hat die Akquisitionsbestrebungen bei Fluggesellschaften intensivieret, um möglichst zeitnah die nachfragestärksten Destinationen im Streckennetz ab und nach Bern erhalten zu können. Dabei ist er auf die aktive Mitwirkung aus der Wirtschaft und dem Tourismus angewiesen“, teilte der Flughafen Bern-Belp mit.

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