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Bessere Überwachung psychischer Erkrankungen

Neue EASA-Regeln für Pilotengesundheit

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat neue Regeln zur Überwachung von Piloten erlassen. Seit dem Germanwings-Unglück stehen mögliche, psychische Erkrankungen des fliegenden Personals im Mittelpunkt der neuen Vorschriften.

Die neuen Sicherheitsvorschriften der EASA sollen die geistige Gesundheit der Besatzungen besser erfassen. Alle Piloten von Airlines aus der Europäischen Union erhalten deshalb Zugang zu Hilfsprogrammen, die beim Erkennen, der Bewältigung und der Überwindung von Problemen helfen sollen, die sonst eine sichere Flugdienstausübung der Piloten beeinträchtigen könnten. Vor einer Anstellung wird künftig die psychische Gesundheit von Piloten begutachtet. Außerdem werden innerhalb der nächsten beiden Jahre Alkoholtests für Piloten und Flugbegleiter eingeführt. Dies betrifft Mitarbeiter europäischer und auswärtiger Fluggesellschaften, sofern letztere in der EU fliegen.

Der Germanwings-Absturz 2015 hat für neue Regelungen zur Überwachung des fliegenden Personals in Europa gesorgt. Ein psychisch kranker Pilot hatte das Flugzeug mit 150 Insassen zum Absturz gebracht. Foto und Copyright: Französisches Innenministerium

EASA-Exekutivdirektor Patrick Ky sagte: "Die neuen Vorschläge seitens der EASA für Regelungen sind eine schnelle Reaktion auf das Unglück von Germanwings-Flug 9525 und auf erweiterte Beratungen mit der Luftfahrtbranche. Mit diesen Regeln gibt es in Europa die richtigen Werkzeuge, um die psychische Gesundheit der Besatzungen zu bewahren. In den nächsten beiden Jahren werden wir den internationalen Teilhabern aktiv helfen, die neuen Regeln umzusetzen."

Die englischsprachige Vorlage der EU finden Sie im Wortlaut unter diesem Link:
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX%3A32018R1042&from=EN

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