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Bilanz 2015

DFS steigert Umsatz und Gewinn

Bei drei Millionen kontrollierten IFR-Flügen setzte die Deutsche Flugsicherung GmbH im letzten Jahr 1,24 Milliarden Euro um. Das Plus von 8,4 Prozent konnte in einen Jahresüberschuss von 122,4 Millionen Euro umgemünzt werden, nach 35 Millionen Euro im Vorjahr.

„Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Kurs sind. Mit unseren Maßnahmen zur Kosten- und Ergebnisentwicklung liegen wir im Plan“, so Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung, anlässlich der Vorstellung der DFS-Leistungszahlen in Langen.

Scheurle verwies aber auch auf die Probleme „im Hinblick auf die Belastungen aus der betrieblichen Altersversorgung. Aufgrund der niedrigen Zinsen auf den Märkten können wir die langfristig hohen bAV-Verpflichtungen allein durch Erträge aus dem Planvermögen nicht kompensieren. Bei einer Deckungslücke von rund 1,7 Milliarden Euro gilt das leider auf unabsehbare Zeit, solange die Zinsen auf dem gegenwärtigen Niveau verbleiben.“

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die DFS trotz eines steigenden Luftverkehrsaufkommens ein weiterhin schwieriges Marktumfeld. Im Inland ist nach Ansicht von Prof. Scheurle eine marktseitige Steigerung der Einnahmen im regulierten Kerngeschäft nicht absehbar. Zur Verminderung des Personalaufwandes nutzt die DFS die Effekte der natürlichen Personalfluktuation. Seit Ende 2013 hat das Unternehmen den Personalbestand von 6100 Mitarbeitern auf gegenwärtig rund 5700 verringert.

Mit dem Gütesiegel „Made in Germany“ will die DFS die Einnahmen durch eine erfolgreiche Ausweitung des nicht-regulierten Geschäfts erhöhen und vor allem im Ausland das Geschäft konsequent vorantreiben. Im Fokus der Expansion steht der Aufbau von Repräsentanzen in Singapur, Peking und im Nahen Osten.

Neue Technologien sollen Kosten senken

Zur Kostensenkung und zur Verbesserung der Erlöse setzt die DFS-Geschäftsführung gezielt den Fokus auf eine Steigerung der Effizienz und der Qualität durch Einsatz neuer Technologien, Erhöhung des Automatisierungsgrades sowie Prozessoptimierungen.

Mit iCAS investiert die DFS beispielsweise in ein neues Betriebssystem, das aufgrund seines hohen Automatisierungsgrades das Flugverkehrsmanagement in komplexen und vielbeflogenen Lufträumen sicherer und effizienter macht. Ziel ist, die vier Center dann auf derselben technologischen Plattform zu betreiben.

Ein weiteres aktuelles Programm der Flugsicherung ist das Projekt Remote Tower Control, bei dem die DFS derzeit die Verlagerung der Flugplatzkontrolle für die Flughäfen Saarbrücken, Dresden und Erfurt nach Leipzig forciert.

Genauso gilt dies für das Projekt „Sektorloses Air Traffic Management“, in dem künftig ein Lotse nicht mehr für einen Sektor, sondern für mehrere Flüge im gesamten Luftraum verantwortlich sein könnte. 2020/2021 soll dieses neue System in verkehrsarmen Lufträumen erstmals in Betrieb genommen werden. Flugzeuge werden nicht mehr von Sektor zu Sektor „weitergereicht“, sondern werden auf einem Flug durch einen Luftraum von einem Lotsen betreut. Das neue System lässt deutliche Kapazitätssteigerungen im Luftraum erwarten und steigert die Effizienz.

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