Wizz Air hält trotz Verlusten am Flottenausbau fest Airbus

Wizz Air hält trotz Verlusten am Flottenausbau fest

Bis zu 50 neue Jets pro Jahr Wizz Air hält trotz Verlusten am Flottenausbau fest

Explodierende Kerosinkosten sorgen bei Wizz Air für Gegenwind – der ungarische Preisbrecher hat im Auftaktquartal des Finanzjahres 2023 schlechter abgeschnitten als ein Jahr davor. Den rasanten Flottenausbau will Wizz-Air-Chef Varadi trotzdem fortsetzen.

Wizz Air hatte die Aktionäre bereits vorgewarnt: Der Preisschock beim Kerosin hat die Airline im ersten Geschäftsquartal tief in die Verlustzone gerissen. Trotz deutlich gestiegener Umsätze hat die Airline einen operativen Verlust von 284,5 Millionen Euro verbucht. "Die Stückkosten sind 40 Prozent gestiegen", teilte Wizz Air mit. Drei Viertel der Kostensteigerung entfallen demnach unmittelbar auf "die Inflation an den Rohstoffmärkten".

Wizz Air-Chef Jozsef Varadi sieht trotz Verlusten keinen Anlass zur Panik

"An Störungen angepasst"

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hat Wizz Air bisher auf Fuel Hedging verzichtet – im weiteren Jahresverlauf will die Airline ein Preissicherungsnetz einziehen. Über den Sommer nimmt Wizz Air Tempo raus – auch, weil neue A321neo derzeit mit ein paar Monaten Verspätung bei Wizz Air eintreffen. "Wir haben unser Netz an die Störungen in der Lieferkette angepasst und seit Juni taktische Kapazitätsreduzierungen vorgenommen, um die Flexibilität unseres Flugbetrieb zu erhöhen", sagte Airline-Chef Jozsef Varadi.

Dirk Grothe
Mit dem Kilometerfresser A321XLR will Wizz Air künftig neue Märkte erschließen.

Flottenausbau

Von sich aus werde Wizz Air aber "keine Auslieferungen verschieben", betonte der Manager. Nach acht Auslieferungen im ersten Quartal erwarte Wizz Air bis März 2023 noch 36 weitere A321neo. Von aktuell 157 Flugzeugen werde die Flotte bis Ende des Geschäftsjahres auf 182 Flugzeuge wachsen, jedes zweite wird dann eine A321neo sein. "Hier und da kann sich der Lieferplan um ein paar Monate verschieben", sagte Varadi. Grundsätzlich werde Wizz Air in absehbarer Zeit aber zwischen 40 und 50 neue Flugzeuge pro Jahr von Airbus beziehen. Die Airline gehört zu den größten Abnehmern der neuen Langstreckenversion A321XLR – jedes zehnte Flugzeug bei Wizz Air soll in Zukunft eine A321XLR sein.

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