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Branchenvereinigung reduziert die Maße

IATA will kleineres Handepäck

Die Airline-Branchenvereinigung IATA will die zulässigen Maße für das Handgepäck von Passagieren an Bord beschränken. Nur noch kleinere Koffer im neuen Maß sollen künftig an Bord dürfen.

Die Airline-Branchenvereinigung IATA will die Maße für mitgeführtes Handgepäck an Bord verkleinern und auf die Größe 55 Zentimeter mal 35 Zentimeter mal 20 Zentimeter beschränken. Damit dürften die bisherigen IATA-gemäßen, größeren Handgepäckstücke nicht mehr an Bord.

Durch die verschärfte Regelung will es die Branchenvereinigung ermöglichen, dass in allen Passagierflugzeugen ab 120 Plätzen jeder Fluggast ein regelkonformes Handgepäckstück in der Kabine unterbringen kann. Viele Passagiere bevorzugen es, ihr eigenes Gepäck ständig mitzuführen, da sie Gepäckverluste beim Umsteigen befürchten oder Gebühren für die Gepäckaufgabe vermeiden wollen. Dies führt wegen des Mangels an Stauraum in der Kabine mittlerweile häufig, besonders in den USA, zu chaotischen Zuständen und zu Abflugverzögerungen.

Die IATA will Gepäckstücke mit den neuen Maßen mit einem eigenen Logo als "IATA Cabin OK" kennzeichnen, um die Regelkonformität einfacher feststellen zu können. Nach IATA-Angaben haben mehrere Gepäckhersteller bereits angekündigt, Koffer nach den neuen Maßvorgaben herstellen zu wollen, die noch vor Jahresende auf dem Markt erscheinen sollen.

Die britische Zeitung "The Telegraph" berichtete, die Fluggesellschaften Air China, Avianca, Azul, Cathay Pacific, China Southern, Emirates, Lufthansa und Qatar Airways hätten eine spätere Einführung der neuen Maße bereits grundsätzlich angekündigt. Die IATA-Regeln sind nicht bindende Vorgaben, die von den IATA-Mitgliedsairlines noch durch eigene Regelungen verändert werden können. Ein Einführungsdatum der neuen Handgepäckmaße ist noch nicht bekannt.

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