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Flug Revue

COVID-19-Auswirkungen stärker als bei SARS

70 Airlines fliegen nicht mehr nach China

Laut ICAO haben derzeit etwa 70 Fluggesellschaften alle internationalen Flüge vom/zum chinesischen Festland gestrichen.

Wie die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation festgestellt hat haben weitere 50 Fluggesellschaften die Bedienung chinesischer Ziele eingeschränkt. Dies hat zu einer 80-prozentigen Reduzierung der Kapazitäten ausländischer Fluggesellschaften für Reisende direkt nach/von China geführt. Chinesische Fluggesellschaften haben ihre Kapazitäten um 40 Prozent reduziert.

Statt einer geplanten Kapazitätserhöhung von neun Prozent schätzt die ICAO nun, dass im ersten Quartal 2020 eine Gesamtreduzierung von rund 40 Prozent der Passagierkapazität oder ein Rückgang von 16,4 bis 19,6 Millionen Passagieren gegenüber den Prognosen der Fluggesellschaften zu verzeichnen ist. Dies entspricht einer potenziellen Verringerung des Umsatzes der Fluggesellschaften weltweit um 4 bis 5 Milliarden US-Dollar.

Die genannten Schätzungen beinhalten nicht die potenziellen Auswirkungen auf den Frachtverkehr, Flughäfen, Flugsicherungsdienstleister, auf den chinesischen Inlandsflugverkehr oder auf den internationalen Verkehr in Bezug auf die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao oder auf Taiwan.

Im Hinblick auf den Rückgang der chinesischen Flugreisenden schätzt die ICAO, dass Japan 1,29 Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Tourismus verlieren könnte, gefolgt von Thailand mit 1,15 Milliarden US-Dollar.

Laut ICAO werden die Auswirkungen von COVID-19 angesichts des höheren Volumens und des größeren globalen Ausmaßes der Flugannullierungen voraussichtlich größer sein als bei der SARS-Epidemie von 2003.

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