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Datenschreiber verrät den Absturzhergang

Le Figaro: MS804-Pilot leitete Brandbekämpfung ein

Dem Absturz eines ägyptischen Airbus A320 ins Mittelmeer gingen Bemühungen der Crew voraus, ein Feuer an Bord zu bekämpfen. Dies meldet die französische Zeitung "Le Figaro" unter Bezugnahme auf den Inhalt des Stimmenrekorders.

Erst am Wochenende hatten die ägyptischen Behörden gemeldet, dass die eigentlichen Speicherbausteine des Stimmenrekorders unbeschädigt geblieben seien. Allerdings habe man "unterstützende Komponenten" des beschädigten Gerätes austauschen müssen, bevor dessen Auswertung mit Hilfe "fortschrittlicher Hochtechnologie" möglich geworden sei. Der mit technischer Hilfe aus Frankreich wieder lesbar gemachte Stimmenrekorder wird nun in Kairo in der zuständigen Unfalluntersuchungsstelle des Ministeriums von Zivilluftfahrt von Ägypten ausgewertet.

"Le Figaro" meldete am Dienstag, der Stimmenrekorder enthalte Aufnahmen, laut derer ein Cockpit-Besatzungsmitglied noch Kommandos für eine Brandbekämpfung gegeben habe. Eine Absturzursache lasse sich daraus allerdings bisher nicht ableiten. Der parallel aufzeichnende Flugdatenschreiber habe kurz danach ausgesetzt, während das Flugzeug noch drei Minuten lang weitergeflogen sei. Der Datenschreiber hatte zuvor Rauchwarnungen vermerkt, die mit der Elektrik im Bugbereich zusammenhängen könnten, etwa mit der Cockpitscheibenheizung, dem nachgerüsteten Electronic Flight Bag, dem Avionikraum unter dem Cockpit oder dem vorderen Toilettenraum. Die Untersuchung des Absturzes vom 19. Mai dauert an.

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